Die Freundschaft vertieft

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Als Zeichen der Verbundenheit mit der westungarischen Stadt Zirc überreichten Traunsteins Vizebürgermeister Hans Zillner (links) und der Feuerwehrreferent des Stadtrates, Ernst Harrecker, eine Stadtfahne an ihre Gastgeber.

Zirc/Traunstein - Die Hilfe geht weiter: Die Feuerwehr in Traunstein unterstützt die Familie der kleinen, schwer kranken Virginia in der westungarischen Stadt Zirc. Dieser Tage war eine Delegation aus Traunstein in Zirc zu Gast - und sie erlebte die Dankbarkeit der Ungarn.

Dieser Tage war eine Delegation aus Traunstein in Zirc zu Gast - und sie erlebte die Dankbarkeit der Ungarn.

Bereits seit zehn Jahren hilft die Feuerwehr Traunstein. Die Floriansjünger und auch das Krankenhaus in Zirc konnten sich schon über Fahrzeuge und Gegenstände freuen, die sie aus der Chiemgaumetropole erhielten. Mit der Hilfe für das schwer erkranktes Mädchen Virginia nahm die Unterstützung vor etwa zwei Jahren eine neue Dimension an.

Die Ärzte in Ungarn gaben der jungen Patientin nur sehr geringe Überlebenschancen. Auf Vermittlung der Traunsteiner Feuerwehr, die vom Vorsitzenden der Deutschen Minderheit in Zirc, Josef Hedl, über diesen tragischen Fall in Kenntnis gesetzt worden war, konnte eine eingehende Untersuchung im Kreisklinikum Traunstein organisiert werden. Die Mediziner erreichten durch die Behandlung, dass Virginias Leben wieder lebenswerter wurde. Nach derzeitigen vorsichtigen Prognosen kann sie sogar darauf hoffen, im kommenden Jahr den Rollstuhl zu verlassen. Die Fortschritte kann man unschwer erkennen.

Die Therapie mit teuren Medikamenten und die Behandlungen weitab von ihrer Heimat bedeuten eine nicht unerhebliche Kostenbelastung für Virginias Familie. Die Verantwortlichen der Feuerwehr Traunstein haben deshalb jetzt aus der Sammlung anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens 700 Euro als Spende für das Mädchen aus Ungarn zur Verfügung gestellt.

Die Volksgruppe der Deutschen Minderheit hieß vor kurzem an ihrem Feiertag, dem Deutschen Nationalitätentag, eine Delegation aus Traunstein willkommen. Auf dem Programm standen unter anderem ein Empfang beim dortigen Bürgermeister und den Stadtverordneten, ein deutschsprachiger Gottesdienst, umfangreiche kulturelle Darbietungen der deutschen Volksgruppen und ein Ausflug zum nahen Balaton (Plattensee).

Über eine besondere Ehrung am Festabend freuten sich die Familien Reiter und Buchner aus Traunstein-Geißing: Hedl lobte sie für ihre Großzügigkeit. Unter großem Beifall der Zircer Bürger überreichte er Ehrenurkunden an Josef und Rosi Reiter sowie an Gerhard und Elisabeth Buchner. Die beiden Familien hatten an den Behandlungstagen in Traunstein schon mehrmals Virginia und ihren Begleitern kostenlos Quartier und Verpflegung zur Verfügung gestellt, so dass die Reisekosten für die Familie im tragbaren Rahmen blieben.

Auch für Hedl ging an diesem Tage ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Von Traunsteins Vizebürgermeister Hans Zillner erhielt er eine Stadtfahne, die bei künftigen Festivitäten seiner Organisation auf die gute Verbindung in den Chiemgau hinweisen wird.

Zillner hatte in seiner Rede besonderes Lob für Albert Kutzer, den ehemaligen Stadtbrandinspektor der Feuerwehr Traunstein, parat, den Zirc vor einigen Jahren sogar zum Ehrenbürger ernannte. Kutzer ist nach den Worten des Vizebürgermeisters der "Motor" dieser von Traunstein ausgehenden sozialen Aktivitäten. Dessen Einsatz sei beispielhaft und selbstlos, seine Hilfsbereitschaft und sein Wille zur Unterstützung kennen laut Zillner keine Grenzen.

re/Chiemgau-Zeitung

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