900 Gläubige bei Bergmesse auf dem Hochfelln

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Etwa 900 Gläubige kamen zur Bergmesse beim Fellnerfest.

Bergen - Mit einer Bergmesse wurde das Patrozinium zum Fest der Verklärung Christi auch heuer wieder - und diesmal bei herrlichem Sommerwetter - vor dem Taborkircherl groß gefeiert.

Die Idee, auf dem Gipfel des Hochfelln eine Kirche zu errichten, geht auf den Bergener Pfarrherrn Dr. Otto von Mayer zurück, der den Hochfelln selbst oftmals bestiegen hat. Auf einer Reise ins Heilige Land zum biblischen Berg Tabor hatte er etwas Erde mitgenommen, die in das nach dem heiligen Berg benannte Hochfelln-Kirchlein gebracht wurde.

In fünfjähriger Bauzeit entstand schließlich ab 1890 die Tabor-Kirche. Schon am 6. August 1891 wurde auf dem Hochfelln das erste Messopfer gefeiert. Seither begeht man jedes Jahr an diesem Tag das "Fellnerfest".

Mit einer Bergmesse wurde das Patrozinium zum Fest der Verklärung Christi auch heuer wieder - und diesmal bei herrlichem Sommerwetter - vor dem Taborkircherl groß gefeiert.

Etwa 900 Besucher fanden sich dazu auf dem Hochfellngipfel ein. 600 davon waren mit der Seilbahn hochgefahren. Rund 300 Gläubige ließen es sich nicht nehmen, zu Fuß vom Ort Bergen oder der Steinbergalm auf den Gipfel zu steigen.

Weihbischof Wolfgang Bischof zelebrierte zusammen mit Bergens Pfarrer Pater Augustin, Pfarrer Otto Stangl aus Ruhpolding, Pater Lucian aus Bergen und dem Ruhpoldinger Kaplan Pater Joshy die Bergmesse.

Der Weihbischof sagte in seiner Predigt, die Menschen sollten sich ihre eigenen Taborstunden schaffen, um Einkehr zu halten. Der Hochfellngipfel vermittle dazu ideal die Nähe zu Gott.

Die Zeit wie auch das Leben sollten aber nicht stehen bleiben, denn der Alltag erreiche stets die Menschen. Doch im Vertrauen auf Gott könne jeder mit Zuversicht der Zukunft entgegenschauen, rief der Bischof den Gläubigen zu. "Wir schöpfen aus unserem Glauben die Kraft zum Leben."

Der Weihbischof segnete noch die vielen aufgereihten Kräuter- und Blumenbüscherl. Musikalisch wurde das Fellnerfest von der Musikkapelle der "Miesenbacher" aus Ruhpolding gestaltet.

Die Geistlichkeit würdigte auch die festliche Ausschmückung des Altarbereichs durch Renate und Franz Kastner, Marianne Krammer und Franz-Josef Strauß.

Mit der Bayernhymne endete die Bergmesse, der sich ein gemütliches Beisammensein im und am Hochfellnhaus anschloss.

oh/Chiemgau-Zeitung

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