Internet-Surfer können durchstarten

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Über den Start von „Chiemgau DSL“ in Kammer und Rettenbach freuten sich Oberbürgermeister Manfred Kösterke und Technik-Vorstand Werner Rades. In den Ausbau des Breitbandnetzes hat die Stadt rund 40.000 Euro investiert. Auf dem Foto ist der DSL-Verteilerkasten in Rettenbach zu sehen, über den das Ortsnetz mit der Glasfaserleitung verbunden wird.

Kammer - Das neue Breitbandnetz in Kammer und Rettenbach ist in Betrieb. Lange Wartezeiten gehören nun der Vergangenheit an. Man "surft" jetzt mit bis zu 16 Mbit/s.

Die ersten Internetnutzer in Kammer und Rettenbach haben einen DSL-Anschluss über das neue Breitbandnetz erhalten, das Geschwindigkeiten von bis zu 16 Mbit/s ermöglicht. Bisher war DSL in diesem Bereich nur an wenigen Anschlüssen oder nur mit sehr geringer Geschwindigkeit verfügbar. „Ab sofort gehören lange Wartezeiten beim Surfen der Vergangenheit an“, freute sich Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke bei der offiziellen Inbetriebnahme mit Vertretern der Stadt Traunstein und des Telekommunikations-Dienstleisters ip-fabric, der die schnellen Internet-Anschlüsse unter der Marke „Chiemgau DSL“ anbietet. 150 Kunden haben laut ip-fabric schon einen Vertrag abgeschlossen. Sie erhalten ihren neuen DSL-Anschluss in den nächsten vier bis sechs Wochen, sofern keine Vertragsbindung mit dem bisherigen Anbieter mehr besteht.

Wie Kösterke betonte, sei eine leistungsfähige Internetverbindung nicht nur für das private Surfen, sondern auch für Schule und Beruf unbedingt notwendig. Vor allem bedeute der Netzausbau auch eine Verbesserung für Betriebe und Unternehmen, die zur Kommunikation mit Kunden und Geschäftspartnern eine schnelle Möglichkeit zur Datenübertragung benötigen. Mit der Telekom sei in Kammer keine Lösung zu erreichen gewesen, und auch in anderen Außenbereichen wie Teilen von Wolkersdorf gebe es Probleme mit langsamen Internet-Verbindungen. „Eigentlich sollte man erwarten, dass ein so großer Konzern in der Lage ist, auch kleine Dörfer auf dem Land zu versorgen.“ Umso mehr freue er sich, dass die Stadt mit ip-fabric einen Partner gefunden habe, um das Breitbandnetz in Kammer und Rettenbach auszubauen. An den Investitionskosten beteiligt sich die Stadt Traunstein mit 40.000 Euro, weitere 90.000 Euro kommen vom Freistaat als Förderung aus der „Breitband-Initiative Bayern“. Der Anteil von ip-fabric beträgt 30.000 Euro.

Im Anschlussbereich wurden drei DSL-Verteilerkästen installiert und 1.300 Meter Glasfaserkabel verlegt, um das Ortsnetz an das Breitbandnetz anzuschließen. Die Verbindung erfolgt über eine Glasfaserleitung, die durch Rettenbach verläuft. „Der Vorteil ist, dass es sich um eine kabelgebundene Lösung handelt, die zuverlässiger funktioniert als eine Funklösung, die noch dazu in weiten Teilen der Bevölkerung auf Vorbehalte stoßen würde“, erläuterte Werner Rades, Technik-Vorstand von ip-fabric. Für den Einsatz von Glasfasertechnik spreche auch die größere Zukunftssicherheit, da eine Erweiterung auf den neuen VDSL-Standard mit bis zu 100 Mbit/s technisch schon vorbereitet sei.

Nach dem erfolgreichen Start von „Chiemgau DSL“ rechnet der Anbieter mit einer starken Nachfrage, die deutlich über die bisher abgeschlossenen 150 Verträge hinausgeht. In einer Umfrage der Stadt hatten über 300 Haushalte in Kammer und Rettenbach eine schnellere Verbindung gefordert. Viele von ihnen können das Internet bisher mit Modem- oder ISDN-Geschwindigkeit nutzen. Wer auf das bis zu 250 Mal schnellere „Chiemgau DSL“ umsteigen möchte, kann unter www.chiemgau-dsl.info die Vertragsunterlagen anfordern. Verfügbar ist das Angebot in fast allen Ortsteilen rund um Kammer.

Pressemitteilung der Stadt Traunstein

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