Anwohner sieht seine Rechte berücksichtigt

Hotel zur Post in Inzell: doch keine Klage

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Es wird doch keine Klage gegen die Teilgenehmigung für die Arbeiten am Hotel zur Post geben

Inzell - Eine Teilbaugenehmigung gab für die Arbeiten am Hotel zur Post grünes Licht, ein Anwohner war jedoch skeptisch - möchte jetzt aber doch nicht vor Gericht ziehen.

Dr. Stefan Engelsberger, der direkte Nachbar des Hotels zur Post und Eigentümer des "Dorfkramer", wird doch nicht gegen die Teilbaugenehmigung für die Arbeiten am Hotel zur Post klagen. In einem Schreiben, das auch an das Landratsamt Traunstein adressiert ist, teilt Engelsberger mit: "Nach eingehender Prüfung und Besprechung mit meinem Rechtsanwalt habe ich die Entscheidung getroffen, nicht gegen die Teilbaugenehmigung vom 27.04.2015 zu klagen."

Das Hotel zur Post war 2007 bei einem Feuer fast komplett zerstört worden. Jahre später fand sich ein Investor, der den Gebäudekomplex wiederaufbauen wollte. Die Bauarbeiten verzögerten sich jedoch, weil Anwohner Engelsberger beim Bayerischen Verwaltungsgericht Klage gegen die Baugenehmigung einreichte - mit Erfolg. Das Verwaltungsgericht forderte den Bauherrn zur Erstellung eines Lärmschutzgutachtens auf, was dieser dann auch getan hat. Im April erteilte das Landratsamt dem Bauvorhaben schließlich eine Teilbaugenehmigung. Darin erlaubte die Behörde den Teilabbruch des Anwesens "zur Post", die Sanierung und den Umbau der Wohnungen und Gewerbeflächen in einem Teil des Gebäudes und die Neuerrichtung einer Tiefgarage.

"Ausreichende Auflagen im Genehmigungsbescheid"

Engelsberger war aber weiterhin skeptisch, nannte den Weg über eine Teilbaugenehmigung "unerfreulich". Nun aber ist klar: Engelsberger will nicht dagegen klagen. "Es bestehen zwar immer noch Unsicherheiten über das Gesamtvorhaben. Das Landratsamt hat jedoch ausreichende Auflagen und Vorbehalte in den Genehmigungsbescheid aufgenommen, die meine Nachbarrechte berücksichtigen", so Engelsberger in seinem Schreiben. Zugleich stellte der Anwohner aber klar: " Im weiteren Verfahren werde ich darauf achten und etwaige Rechtsverstöße geltend machen."

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