Kritik an der Frauenquote

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Traunstein - Der Heimische JU Kreisverband kritisiert die Pläne von Ministerin Ursula von der Leyen zur Einführung einer Frauenquote in Führungsgremien der Wirtschaft.

Nach Ansicht der Nachwuchspolitiker verstärkt die aktuelle Diskussion vor allem Trend, den gesellschaftlichen Status nur am beruflichen Erfolg zu definieren. Wenn sich eine Frau ganz bewusst und aus einem selbstbewusstem Selbstverständnis heraus, dafür entscheiden würde, die eigene Kraft nicht nur in die eigene Karriere sondern auch in die Familie zu stecken, sei das eine starke Entscheidung die von der Gesellschaft auch anerkannt werden müsse, so der Kreisvorsitzende Sigi Walch.

Natürlich seien auch aus Sicht des jungen Unternehmers mehr weibliche Führungskräfte nur zu begrüßen, dies aber über einen Zwang durchzusetzen halte er für den falschen Weg. „Wichtiger sei es Frauen gezielt zu fördern und bessere Möglichkeiten zu schaffen wie Frauen, auch nach einer Schwangerschaft, wieder leichter zurück in den Beruf können. Wir müssen die Rahmenbedingungen für Frauen verbessern, aber nicht irgendeinen neuen Zwang schaffen!“ so Walch weiter.

Bereits in der Diskussion um die Einführung einer Frauenquote in der CSU war zu erkennen, dass gerade junge Frauen Quoten ablehnen, weil sie diese als diskriminierend empfinden. Diese Meinung unterstützte auch Magdalena Haas, Ortsvorsitzende der JU Taching-Tengling. Immerhin würden ihrer Meinung nach Frauen auch in der Familie zeigen, dass Sie in der Lage seien, große Verantwortung zu tragen. Nun gelte es nicht diese Leistungen durch gesetzliche Regelungen herabzuwürdigen, sondern vor allem diesen Frauen die Struktur zu schaffen, überhaupt die Möglichkeit zu haben, die eigenen Stärken auch im Beruf einbringen zu können. Nach Meinung der Jungen Union Traunstein werde sich der bislang noch geringe Anteil an weiblichen Führungskräften in den nächsten Jahren automatisch erhöhen. Die hohe Quote an weiblichen und vor allem sehr erfolgreichen Studienabsolventen werde auch ohne staatlichen Eingriff dazu führen, dass die Zahl der Frauen in Führungsgremien stetig zunehme. Allerdings benötige es auch Zeit, bis ein Studienabsolventen oder eine Absolventin in die Führung eines Weltkonzerns aufrücken. Aus diesem Grund dürfe man nicht einfach die Zahl heutiger Absolventinnen mit der Zahl heutiger Topmanagerinnen vergleichen. Gerade hier sei es von großer Bedeutung, das Problem an der Ursache zu bekämpfen und Frauen die Möglichkeit zu geben, Beruf und Familie bestmöglich zu vereinbaren. Magdalena Haas fügte hinzu, dass gerade in diesem sehr persönlichen Bereich die Entscheidung der Frauen respektiert werden müsste. Mit Einführung einer Quote würden aus Ihrer Sicht nicht nur beruflich erfolgreiche Frauen abgestempelt, sondern auch die Leistungen der Vollzeitmütter gesellschaftlich herabgesetzt.

„Gleichberechtigung wird nicht durch Sonderreglungen erreicht!“ betonte Walch abschließend „wer für echte Gleichberechtigung ist, kann sich nie für eine Quote einsetzen.“

Pressemitteilung Kreisverband Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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