Prozess am Traunsteiner Landgericht

Rosenheimer Drogen-Dealer: Erste Urteile gefallen

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Der Angeklagte Michael E. am Montag vor dem Landgericht Traunstein. Von der Staatsanwaltschaft wurde er noch als "Kopf der Bande" bezeichnet - doch der vorsitzende Richter Zenkel ist nicht der Meinung, dass es sich tatsächlich um eine Bande handelte.

Traunstein/Rosenheim - Am Montag begann der Prozess gegen drei mutmaßliche Drogendealer aus Rosenheim. Und bereits am ersten Tag ist es zu Urteilen gekommen.

Im Prozess gegen ein Rosenheimer Trio sind am Landgericht Traunstein am Montagabend die ersten Urteile gefallen. Ein 30-Jähriger und seine Lebensgefährtin wurden laut OVB zu drei Jahren und drei Monaten beziehungsweise zwei Jahren mit dreijähriger Bewährung verurteilt. Sie hatten im Vorfeld über ihre Anwälte ein Geständnis abgelegt.

Es ging um Drogen und Falschgeld im Rotlichtmilieu. Festgenommen wurden das Paar und ein 32-Jähriger im Rahmen einer Razzia im Sommer letzten Jahres. Die Polizei fand Drogen und Falschgeld in den Wohnungen der Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Trio vorgeworfen, als Bande gehandelt zu haben. Diesen Straftatvorwurf ließ der Richter am ersten Prozesstag jedoch nicht zu.

Von einer Drogendealer-"Bande", von der vor Prozessbeginn die Rede war, könne man laut Richter Jürgen Zenkel aber nicht sprechen. Auch Waffen seien in diesem Zusammenhang nicht verwendet worden. Die Verfahren wurden daraufhin getrennt. Gegen den 32-jährigen Angeklagten wird in einem separaten Verfahren wegen Drogenbesitzes verhandelt. Das Urteil könnte am Dienstag fallen.

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