Letzte Sitzung der Wahlperiode

IHK-Gremium Traunstein: Abschied von Werner Linhardt

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Bei der Verabschiedung: Nikolaus Binder (li.) und Gremiumsreferent Stefan Zahnbrecher verabschieden Werner Linhardt (Mitte).

Landkreis Traunstein - Die letzte Sitzung des IHK-Gremiums Traunstein vor der IHK-Wahl im April markierte den Abschied von vielen Persönlichkeiten, die die regionale Vertretung der Wirtschaft über Jahre geprägt haben.

Der Vorsitzende Werner Linhardt verabschiedete die ausscheidenden Mitglieder, die sich nicht wieder zur Wahl stellen: Darunter sind nach 25 Jahren im Traunsteiner Gremium Hans Rosenberger, Franz Rinke und Bernhard Sailer. 15 Jahre lang war auch Beatrice Kress – Geschäftsführerin der Bergader Privatkäserei GmbH, wo auch die letzte Sitzung stattfand – Mitglied des IHK-Gremiums. Lukas Meindl tritt nach einer Wahlperiode nicht wieder zur Wahl an.

Nach 20 Jahren im IHK-Gremium, davon 18 als Vorsitzender, tritt planmäßig mit der kommenden Wahl im April auch Werner Linhardt ab. Sein Stellvertreter Nikolaus Binder dankte Linhardt für die stets souveräne Führung der IHK-Gremiumssitzungen und für sein Wirken im Sinne der Wirtschaft. Das IHK-Gremium Traunstein vertritt 14.000 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen im Landkreis und hat sich in der vergangenen Wahlperiode beispielsweise für die dritte Startbahn am Münchner Flughafen, für den Ausbau der A8, für die Olympischen Winterspiele 2022 in Oberbayern und für die Fusion der Tourismusverbände um den Chiemsee ausgesprochen. Auch in aktuellen wirtschaftspolitischen Fragen wie dem Mindestlohn oder der Erbschaftssteuer hat das IHK-Gremium immer wieder Position bezogen. "Man bekommt Einblicke in ganz unterschiedliche Branchen, wird mit ihren Problemen konfrontiert und muss sich damit auseinandersetzen. Das macht die Arbeit spannend", sagte Linhardt bei seinem Abschied.

Zuvor hatte Gastgeberin und Bergader-Geschäftsführerin Beatrice Kress die Geschichte des wachstumsstarken Familienunternehmens vorgestellt. Der Betrieb beschäftigt an seinen zwei Standorten in Oberbayern knapp 700 Mitarbeiter, die pro Jahr 365 Millionen Kilogramm Milch von knapp 1.800 Vertragsbauern zu 35.000 Tonnen Käse verarbeiten. Zu 85 Prozent stammt die Milch aus Bayern, 15 Prozent werden aus Österreich zugekauft. Ein Drittel der Produktion geht in den Export, auf den ersten Plätzen liegen Italien, Österreich und Spanien. Kress sprach sich für das Freihandelsabkommen TTIP aus, weil europäische Anbieter ohne dieses Abkommen in den USA stark benachteiligt seien. „Die verschiedenen Standards für USA und Europa sind nicht kompatibel“, so Kresse. Für einen mittelständischen Betrieb sei es unmöglich, die verschiedenen Anforderungen in einem Produktions­betrieb umzusetzen.

Pressemeldung IHK München und Oberbayern

Bei der Verabschiedung: Nikolaus Binder (li.) und Gremiumsreferent Stefan Zahnbrecher verabschieden Werner Linhardt (Mitte).

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