Junioren Weltmeisterschaften in Rumänien

Für diese heimischen Biathleten wird es ernst

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v.l.: K. Mehringer: Theresa Straßberger, Marion Deigentesch, Dominic Reiter, Kristian Mehringer, Sophia Schneider und Marco Groß.

Landkreis - Kommenden Mittwoch wird es für die heimischen Biathleten bei den Junioren Weltmeisterschaften im rumänischen Cheile Gradistei ernst. Dann beginnen die Wettkämpfe mit den Einzelrennen der Jugend.

Vor den Titelkämpfen haben die jungen Skijäger zusammen mit Stützpunkttrainer Kristian Mehringer ein Trainingslager in Seefeld/Tirol absolviert. „Wir haben beste Bedingungen gehabt und toll trainieren können“, schwärmt Mehringer. Das Trainingslager war wegen der Höhenlage von 1.300 Metern in Rumänien bewusst so gewählt worden. Mehringer schätzt die Chancen seiner Sportler recht gut ein. 

Sophia Schneider vom SV Oberteisendorf wird in der Jugendklasse starten. Die 18-jährige besucht derzeit die 12. Klasse des Traunsteiner Anette Kolb Gymnasiums, im Sommer will sie sich um einen Behördenplatz bewerben und so in den Profibereich wechseln. „Sie wird von der Schule bestens unterstützt. Ziel ist eine Medaille mit der Staffel, eine Einzelmedaille wäre doppelt schön“, so der Trainer. „Wenn das Schießen passt, glaube ich, dass ich vorne mitlaufen kann“, sagt Sophia Schneider zu ihren Chancen. Sie freut sich aber auch auf das Land Rumänien und ist gespannt, was sie dort erwartet. Im Sommer hat sie nach einer längeren Krankheit gut trainieren können und will nun das Erarbeitete bei der WM abrufen. 

Die zweite Frau im Bunde ist Marion Deigentesch, ebenfalls vom SV Oberteisendorf. Die 21-jährige ist im vergangenen Jahr noch an der Qualifikation gescheitert. Nach einer Handverletzung im Dezember hat sie konsequent weiter trainiert. „Sie hat sich nicht aus der Ruhe bringen lassen“, lobt Mehringer das Engagement der Sportlerin. „Wir haben das Beste daraus gemacht und bei den Qualifikationsrennen hat das gut funktioniert“, so der Trainer. Deswegen traut er ihr wie bei Sophia Schneider eine Staffelmedaille zu. Im Einzel soll es in die Top10 gehen. „Ich bin ziemlich erleichtert, dass ich die Teilnahme geschafft habe. Von der Leistung habe ich nicht gewusst wo ich stehe“, so Deigentesch. „Ich weiß, dass die Konkurrenz international stark ist. Trotzdem sehe ich alles etwas lockerer und nicht mehr so verbissen.“ 

Ein alter Hase ist was Juniorenweltmeisterschaften betrifft, Marco Groß vom SC Ruhpolding. Der 20-jährige hat bereits im vergangenen Jahr an den Weltmeisterschaften in den USA teilgenommen und zwei Silbermedaillen gewonnen. „Ich werde wieder konzentriert an die Aufgaben herangehen und mein bestes geben. Ich weiß was auf mich zukommt und wie ich mit den ganzen Stress umgehen muss.“ „Marco schafft es immer, sich auf die Höhepunkte zu konzentrieren und dort seine beste Leistung zu bringen“, weiß Christian Mehringer. Offensichtlich hat er das von seinem Vater Ricco Groß gelernt, dieser ist immer bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften in bestechender Form gewesen. Der Wechsel seines Vaters als Trainer zu den russischen Herren ist für den Sohn nicht einfach gewesen. „Er hat das aber alles weggesteckt und seine Leistung immer weiter gesteigert. Er hat die Ruhe weg und ich traue ihm auch eine Einzelmedaille zu“, meint Mehringer. 

Ein ruhiger und aufgeschlossener Athlet ist auch Dominic Reiter vom SC Ruhpolding. Im vergangenen Jahr ist er an der Qualifikation zur JWM noch gescheitert. Der 20-jährige hat die Enttäuschung gut wegstecken können. „Er ist ein gereifter Athlet, der weiß, was er möchte“, lobt Mehringer seine Einstellung. In diesem Sommer hat er seine Leistung erneut gesteigert, beim Schießen hat er sich weiter stabilisiert. Sowohl im Einzel als auch in der Staffel traut ihm sein Trainer einer Medaille zu. „Das ist das ganz große und geheime Ziel für jedes Großereignis“, gibt Reiter in seiner freundlichen und bescheidenen Art zu. „Schade ist nur, dass es in den beiden vergangenen Jahren aufgrund von Verletzungen, Krankheiten und falschem Trainingsaufbau nicht gut verlaufen ist“, bedauert der Ruhpoldinger. „Aber beim Biathlon gibt es eben keine Selbstläufer und es gehört auch dazu, mit Rückschlägen umzugehen.“ Nun will sich Dominic Reiter in Rumänien bei den Titelkämpfen für das Pech der Vergangenheit belohnen. 

Eine weitere Teilnehmerin aus heimischer Sicht ist Theresa Straßberger vom WSV Oberhof, die aber am Stützpunkt Ruhpolding trainiert. Die 19-jährige aus Au in der Hallertau ging zunächst in Oberwiesentahl in die Eliteschule des Sports und dann an das Gymnasium in Oberhof. Mittlerweile wohnt sie in Ruhpolding und trainiert dort in der Chiemgau Arena. „Ich freue mich total auf die WM, ich bin noch nie bei einem Großereignis dabei gewesen. Daher kann ich auch nicht einschätzen, wie ich im internationalen Vergleich so liege“, meint sie eher zurückhaltend.

Zeitplan:

Datum Frauen Männer
Uhrzeit Wettbewerb Uhrzeit Wettbewerb
27. Januar 10:00 Einzel Jugend (10 km) 13:30 Einzel Jugend (12,5 km)
28. Januar 10:00 Einzel Juniorinnen (12,5 km) 13:30 Einzel Junioren (15 km)
29. Januar 10:00 Sprint Jugend (6 km) 13:30 Sprint Jugend (7,5 km)
30. Januar 10:00 Sprint Juniorinnen (7,5 km) 13:30 Sprint Junioren (10 km)
31. Januar 10:00 Jugend Verfolgung (7,5 km) 13:30 Jugend Verfolgung (10 km)
11.00 Juniorinnen Verfolgung (10 km) 14:30 Junioren Verfolgung (12,5 km)
1. Februar 10:00 Staffel Jugend (3 x 6 km) 13:30 Staffel Jugend (3 x 7,5 km)
2. Februar 10:00 Staffel Juniorinnen (3 x 6 km) 13:30 Staffel Junioren (4 x 7,5 km)

SHu

Quelle: rosenheim24.de

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