Polizei kooperiert mit Sozialdienst

Interventionsstelle: Hilfe bei häuslicher Gewalt

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Gemeinsam gegen häusliche Gewalt: die Vertreter der Polizeiinspektionen der Landkreise Traunstein und Berchtesgadener Land mit den Beauftragten für Frauen und Kinder des Polizeipräsidiums und den Vertreterinnen des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. nach der Vertragsunterzeichnung in Traunstein.

Landkreis Traunstein/Berchtesgadener Land - Opfer häuslicher Gewalt können zukünftig auf ein weiteres Beratungsangebot zurückgreifen. In Kooperation mit der Polizei schafft der "Sozialdienst katholischer Frauen e.V." eine Interventionsstelle.

Die Beauftragte der Polizei für Frauen und Kinder, Katharina Spöttl und deren Stellvertreterin, Stefanie Berchtold, begrüßten dieses neue Angebot: „Die Kooperation zwischen Polizei und Hilfsorganisation hat sich bereits in anderen Landkreisen bewährt und ist ein wirkungsvolles Instrument, Opfern häuslicher Gewalt zu helfen.“ Die Polizeiinspektionen Traunstein, Trostberg, Ruhpolding, Grassau und die Polizeistationen Traunreut und Reit im Winkl, sowie die Polizeiinspektionen Berchtesgaden, Bad Reichenhall, Freilassing und Laufen unterzeichneten dazu am 16. Oktober 2015 eine entsprechenden Kooperationsvereinbarung.

Interventionsstelle mit Sitz in Traunstein

Zu den Aufgabenschwerpunkten des „Sozialdienstes katholischer Frauen e. V. Südostbayern“ gehört nun auch die Interventionsstelle Traunstein/Berchtesgadener Land mit Sitz in Traunstein, die im pro-aktiven Ansatz bei häuslicher Gewalt in Kooperation mit den Polizeidienststellen vor Ort handelt. Aus der polizeilichen Kriminalstatistik geht hervor, dass überwiegend Frauen von häuslicher Gewalt betroffen sind. Eine von drei Frauen hat seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexuelle Gewalt erfahren, so das Ergebnis einer im Frühjahr 2014 von der Agentur der Europäischen Union für Menschenrechte veröffentlichten Untersuchung. Frauen, denen der Mut fehlt, sich aktiv an eine Beratungseinrichtung zu wenden, werden innerhalb von drei Werktagen von der Interventionsstelle kontaktiert, ihre Einwilligung vorausgesetzt.

Neben der Abklärung der aktuellen Befindlichkeiten umfasst die Beratung grundlegende Informationen über das weitere Vorgehen bis hin zu einer Begleitung zu Behörden oder Gerichten. „Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und werde durch meine fachliche Qualifizierung den Anforderung in der Interventionsstelle sehr gut gerecht werden können“, so Frau Weiß im Kooperationsgespräch mit der Polizei.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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