18.651 Mal rückten die Rotkreuzler im vergangen Jahr aus, um Leben zu retten oder Kranke zu transportieren - das ist ein Schnitt von 51 Einsätzen pro Tag und eine Steigerung von genau 800 Alarmierungen gegenüber dem Vorjahr. Damit leisteten die Einsatzkräfte des Traunsteiner BRK-Kreisverbandes über 90 Prozent des gesamten Rettungsdienstes im Landkreis. Den größten Teil davon nehmen die Krankentransporte ein: Mit 11.568 stieg diese Zahl um fast fünf Prozent gegenüber 2011. Damit liegen die Traunsteiner wieder an der Spitze aller südost-bayerischen BRK-Kreisverbände. Über 51.500 Stunden waren die Rotkreuzler im vergangen Jahr im Einsatz, wenn sie durch die Integrierte Leitstelle alarmiert wurden.
197 Mitarbeiter stehen für all diese Einsätze bereit. „Die Arbeitsbelastung ist für uns wieder deutlich höher geworden“, resümiert Hermann Schramm, einer der beiden Leiter des BRK-Rettungsdienstes, „denn obwohl die Zahl der Mitarbeiter fast gleich geblieben ist, wurden wir im letzten Jahr genau 800 Mal mehr gerufen.“ Laut Statistik beträgt die Zahl aller Bereitschafts- und Einsatzstunden der Rotkreuzler über 168.000 Stunden.
Über 4.500 Mal rückte der Notarzt aus
Neben den Krankentransporten leistete der Rotkreuz-Rettungsdienst gut 2.500 Notfalleinsätze, also meist die Versorgung von Verletzten an Unfallorten. Über 4.500 Mal wurde zusätzlich ein Notarzt alarmiert.
20 Rettungsdienstfahrzeuge sind im gesamten Landkreis für das BRK unterwegs, die im letzten Jahr knapp 835.000 Kilometer zurücklegten, ein Plus von über fünf Prozent. Die zehn Rettungs- und fünf Krankentransportwägen sowie fünf Notarzteinsatzfahrzeuge verteilen sich auf die sieben Rettungswachen in Fridolfing, Trostberg, Traunreut, Traunstein, Ruhpolding, Reit im Winkl und Grassau.
Auf 4,5 Millionen Euro stiegen im letzten Jahr die Kosten für den Rettungsdienst, obwohl es mit Hilfe einer Einkaufsgemeinschaft verschiedener Rettungsdienste im südlichen Oberbayern jedes Jahr gelingt, die Ausgaben bei den medizinischen Sachmitteln zu senken. „Dadurch arbeitet das Rote Kreuz in Traunstein sehr wirtschaftlich“, so BRK-Kreisgeschäftsführer Kurt Stemmer. „Einen großen Anteil daran haben vor allem die vielen ehren- und nebenamtlichen Mitarbeiter, die einen großen Teil ihrer Freizeit im Rettungsdienst verbringen – einmal durch Einsätze, aber auch durch viele Fortbildungen.“ Nur damit sei es möglich, den hohen Leistungs- und Qualitätsstandard zu halten. „Bestärkt werden wir in unserer Arbeit, wenn Betroffene den BRK-Rettungsdienst loben, weil sie ihn professionell, erfahren und vertrauenswürdig erlebt haben.“
Alle verrechenbaren Einsätze bezahlen die Krankenkassen nach bestimmten Pauschalen, die bayernweit gelten. Dabei werden für jedes Haushaltsjahr alle Sach- und Personalkosten ermittelt, um daraus die Kosten für den einzelnen Einsatz zu berechnen. Den größten Posten nimmt das Personal ein, das sich rund um die Uhr für Einsätze bereithält. Dabei werden beim Roten Kreuz weder Gewinne erwirtschaftet noch ungebundene Rückstellungen vorgenommen.
Notarzteinsatz kostet 571 Euro
So kostet ein Notfalleinsatz 520 Euro und ein Notarzteinsatz 571 Euro, unabhängig davon, wie lange der Einsatz dauerte, wie schwer die Verletzungen waren und welche Strecke zum Krankenhaus zurückgelegt werden musste. Dies, so Hermann Schramm, muss bisweilen vor allem Privatpatienten erklärt werden, die die Pauschale für einen kurzen Einsatz als zu hoch kritisieren. Bei einem Krankentransport fällt eine Pauschale von 33,11 Euro an plus Kilometerkosten.
Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Traunstein

















