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Landkreis: BRK-Rettungsdienst rückte im Schnitt 51 Mal pro Tag aus

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    • 23.03.12
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Rekordzahl von Rotkreuz-Einsätzen

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Landkreis - Zu über 18.000 Einsätzen sind die Retter des BRK im vergangenen Jahr ausgerückt - eine erschreckend hohe Jahresbilanz. Diese Notfälle gab es im Jahr 2011:

© BRK - Leitner

Fast 19.000 Einsätze für das Rote Kreuz im letzten Jahr – so viel wie noch nie. 51 Mal rückte der Rettungsdienst im Schnitt pro Tag aus, um Verletzte bei Notfällen zu versorgen oder Kranke zu transportieren. 20 BRK-Fahrzeuge sind rund um die Uhr im Landkreis unterwegs – über 800.000 Kilometer legten sie 2011 zurück.

18.651 Mal rückten die Rotkreuzler im vergangen Jahr aus, um Leben zu retten oder Kranke zu transportieren - das ist ein Schnitt von 51 Einsätzen pro Tag und eine Steigerung von genau 800 Alarmierungen gegenüber dem Vorjahr. Damit leisteten die Einsatzkräfte des Traunsteiner BRK-Kreisverbandes über 90 Prozent des gesamten Rettungsdienstes im Landkreis. Den größten Teil davon nehmen die Krankentransporte ein: Mit 11.568 stieg diese Zahl um fast fünf Prozent gegenüber 2011. Damit liegen die Traunsteiner wieder an der Spitze aller südost-bayerischen BRK-Kreisverbände. Über 51.500 Stunden waren die Rotkreuzler im vergangen Jahr im Einsatz, wenn sie durch die Integrierte Leitstelle alarmiert wurden.

Der größte Einsatz für den Rettungsdienst ereignete sich am 14. April letzten Jahres: Ein Bulldoganhänger mit 24 Personen kippte bei einem Bauernhof in Obing um und die Lage schien zunächst völlig unüber­sichtlich. Hermann Schramm, der damals als Einsatz­leiter Rettungsdienst vor Ort war, musste in dieser Funktion so schnell wie möglich die nötigen Rettungskräfte und Fahrzeuge koordinieren. „11 Personen wurden bei diesem Unfall verletzt, davon acht Kinder. Sieben Rotkreuz-Fahrzeuge mit 16 Ein­satzkräften waren neben dem Rettungshubschrauber Christoph 14, zwei Notärzten und dem Krisen­interventionsteam über drei Stunden im Einsatz.“

197 Mitarbeiter stehen für all diese Einsätze bereit. „Die Arbeitsbelastung ist für uns wieder deutlich höher geworden“, resümiert Hermann Schramm, einer der beiden Leiter des BRK-Rettungsdienstes, „denn obwohl die Zahl der Mitarbeiter fast gleich geblieben ist, wurden wir im letzten Jahr genau 800 Mal mehr gerufen.“ Laut Statistik beträgt die Zahl aller Bereit­schafts- und Einsatzstunden der Rotkreuzler über 168.000 Stunden.

Bei den Krankentransporten, die immer dann ange­ordnet werden, wenn ein Patient medizinische Be­treuung oder die spezielle Ausrüstung eines Kranken­wagens benötigt, wurden knapp 1.000 Mal Dialysepatienten gefahren und ebenso viele Patienten mit einem Rettungswagen in ein anderes Kranken­haus verlegt.

Über 4.500 Mal rückte der Notarzt aus

Neben den Krankentransporten leistete der Rotkreuz-Rettungsdienst gut 2.500 Notfalleinsätze, also meist die Versorgung von Verletzten an Unfallorten. Über 4.500 Mal wurde zusätzlich ein Notarzt alarmiert.

20 Rettungsdienstfahrzeuge sind im gesamten Land­kreis für das BRK unterwegs, die im letzten Jahr knapp 835.000 Kilometer zurücklegten, ein Plus von über fünf Prozent. Die zehn Rettungs- und fünf Kranken­transportwägen sowie fünf Notarzt­einsatzfahrzeuge verteilen sich auf die sieben Rettungswachen in Fridolfing, Trostberg, Traunreut, Traunstein, Ruhpolding, Reit im Winkl und Grassau.

Auf 4,5 Millionen Euro stiegen im letzten Jahr die Kosten für den Rettungsdienst, obwohl es mit Hilfe einer Einkaufsgemeinschaft verschiedener Rettungs­dienste im südlichen Oberbayern jedes Jahr gelingt, die Ausgaben bei den medizinischen Sachmitteln zu senken. „Dadurch arbeitet das Rote Kreuz in Traun­stein sehr wirtschaftlich“, so BRK-Kreisgeschäfts­führer Kurt Stemmer. „Einen großen Anteil daran haben vor allem die vielen ehren- und nebenamtlichen Mitarbeiter, die einen großen Teil ihrer Freizeit im Rettungsdienst verbringen – einmal durch Einsätze, aber auch durch viele Fortbildungen.“ Nur damit sei es möglich, den hohen Leistungs- und Qualitäts­standard zu halten. „Bestärkt werden wir in unserer Arbeit, wenn Betroffene den BRK-Rettungsdienst loben, weil sie ihn professionell, erfahren und ver­trauenswürdig erlebt haben.“

Alle verrechenbaren Einsätze bezahlen die Kranken­kassen nach bestimmten Pauschalen, die bayernweit gelten. Dabei werden für jedes Haushaltsjahr alle Sach- und Personalkosten ermittelt, um daraus die Kosten für den einzelnen Einsatz zu berechnen. Den größten Posten nimmt das Personal ein, das sich rund um die Uhr für Einsätze bereithält. Dabei werden beim Roten Kreuz weder Gewinne erwirtschaftet noch ungebundene Rückstellungen vorgenommen.

Notarzteinsatz kostet 571 Euro

So kostet ein Notfalleinsatz 520 Euro und ein Notarzt­einsatz 571 Euro, unabhängig davon, wie lange der Einsatz dauerte, wie schwer die Verletzungen waren und welche Strecke zum Krankenhaus zurückgelegt werden musste. Dies, so Hermann Schramm, muss bisweilen vor allem Privatpatienten erklärt werden, die die Pauschale für einen kurzen Einsatz als zu hoch kritisieren. Bei einem Krankentransport fällt eine Pauschale von 33,11 Euro an plus Kilometerkosten.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz Kreisverband Traunstein

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