"Maisanbau bleibt unverzichtbar"

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Rolf Oehler vom Landwirtschaftsamt Traunstein und Mathias Mitterreiter, Versuchsleiter im Landwirtschaftsamt Rosenheim (von rechts), bei der Besichtigung des Landsortenversuchs Silomais.

Traunstein - Um zu zeigen, wie Mais auch auf schlechteren Böden auf Stress reagiert, nahmen Behördenvertreter und Landwirte die Anbauflächen von Sebastian Siglreithmayer in Augenschein.

Gleich zu Beginn verwahrte sich Rolf Oehler vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Traunstein dagegen, Mais als Futterpflanze zu verteufeln. Aus wirtschaftlicher Sicht werde Mais weiterhin in der Landwirtschaft gebraucht, der nicht zuletzt für den Sauerstoffhaushalt einen wesentlichen Beitrag leiste, was immer unterschätzt werde. Zum Thema Maiszünsler meinte Oehler, zwar sei dieser Schmetterling immer latent vorhanden, doch könne diesem Schädling durch biologische Maßnahmen wie der Schlupfwespe oder ackerbaulichen wie Umpflügen im Herbst wirkungsvoll begegnet werden.

Mathias Mitterreiter, Leiter des Versuchsteams am AELF in Rosenheim, sagte zum inspizierten Standort in Neudorf, er stelle für den Mais besondere Herausforderungen dar: "Die Maispflanzen werden hier gefordert." Bei den Sortenversuchen kommt jedes Jahr neues Saatgut zum Einsatz. Dabei stellt sich heraus, wie die neuen Sorten mit den längeren Trockenphasen, die durch den zu erwartenden Klimawandel auftreten, zurechtkommen. In diesem Jahr war Mitterer zufolge die frühe Saat bis zum 20. April gut aufgegangen. Die anschließende Kälteperiode habe das Auflaufen zwar verzögert, allgemein aber stehe der Mais gut. Schon jetzt verfügten viele Bestände über eine Trockensubstanz von 30 Prozent und könnten somit geerntet werden. Bei der anschließenden Besprechung im Gasthaus "Namberger" in Hörpolding gab der Rosenheimer noch bekannt, seit Jahren werde weltweit weniger Getreide angebaut als verbraucht. Damit gingen die Lagerbestände weiter zurück, von einer Überversorgung an Getreide könne folglich keine Rede sein. Die Wintergerste habe in der Region zufriedenstellende Erträge gebracht, während Weizen die Erwartungen nicht ganz erfüllt habe.

mp/Chiemgau-Zeitung

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