Standort der alten Schule und des alten Feuerwehrhauses wurde neu gestaltet

Neuen Haslacher Dorfplatz eingeweiht

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Die Maibaumdiebe des Burschenvereins Hörpolding stellten den Maibaum in Haslach auf.

Traunstein - Gleich zwei gute Gründe zum Feiern hatten die Haslacher am Wochenende: Der neue Dorfplatz wurde eingeweiht und bei dieser Gelegenheit ein Maibaum aufgestellt.

Gemeindereferentin Barbara Burghartswieser bat um den Segen für alle Menschen, die sich auf dem Dorfplatz begegnen, dort arbeiten oder einkaufen. Traunsteins Dritte Bürger-meisterin Traudl Wiesholer-Niederlöhner brachte ihre Freude darüber zum Ausdruck, dass dort ein modernes Wohn- und Geschäftshaus entstanden ist und das Ambiente durch ein Café nochmals verbessert wurde.

Auch wenn die Eingemeindung 1978 für viele alteingesessene Haslacher kein Tag der Freude gewesen sei, sei es für die Stadt Traunstein ein Segen gewesen, da es im Wohnungsbau oder im Gewerbebereich endlich Entwicklungsmöglichkeiten gegeben habe. "Eigentlich kam zusammen, was sich bereits seit Jahren städtebaulich zusammengeschlossen hatte", sagte sie. Aus heutiger Sicht sei der Bau der Schule am neuen Standort richtig gewesen und auch die Feuerwehr habe einen neuen und besseren Platz erhalten. "So hatte man neue Möglichkeiten, den Dorfplatz in Haslach neu zu gestalten, aber die Gestaltung erwies sich als schwierig, da der neue Besitzer der alten Schule und des Feuerwehrhauses eigentlich beide Gebäude zur Selbstverwertung gekauft hatte", so die Bürgermeisterin. Der Stadtrat habe mehrere Jahre Geld für einen Dorfplatz in den Haushalt eingestellt, sollte sich eine Gelegenheit für eine Gestaltung ergeben. Die Stadt sei jedoch nicht mehr Grundstückseigentümer gewesen, um eine Verbesserung für diesen zentralen Platz zu erreichen.

Es sei auch noch Platz für die Aufstellung eines Maibaums geblieben, was den ländlichen Charakter unterstreiche, den sich Haslach trotz neuer Baugebiete erhalten habe. "Erhalten haben sich die Haslacher den Zusammenhalt ihrer Dorfgemeinschaft trotz oder gerade durch viele Neubürger, die zur Stärkung der sehr aktiven Ortsvereine wesentlich beigetragen haben", so Wiesholer-Niederlöhner.

Unter musikalischer Begleitung der Musikkapelle Chieming wurde anschließend der 25 Meter lange Baum mit einem Pferdegespann auf den Dorfplatz gebracht. Im Namen der Ortsvereine freute sich Feuerwehrvorstand Sigi Hinterschnaiter, dass nach einem Jahr Unterbrechung wieder ein Maibaum in Haslach aufgestellt werden konnte, weil Hubert Öttl den Platz dafür zur Verfügung gestellt habe. Den Maibaum hatte die Kirche aus ihrem Kirchenwald bei Rabenden zur Verfügung gestellt.

Gestohlen hatte den Baum der Burschenverein Hörpolding, dessen Mitglieder dafür die Ehre hatten, ihn aufzustellen. Natürlich erst nachdem eine entsprechende Auslöse ausgehandelt worden war. Die Verhandlungen mit dem Vorstand des Burschenvereins, Max Daxenberger, übernahmen Hinterschnaiter und Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der inzwischen vom DFB-Pokalendspiel in Berlin eingetrudelt war. Nachdem es zunächst ziemlich "zaach" losging, drohte Daxenberger: "Mitgenommen ist er gleich wieder." Schließlich einigten sich die Verhandlungsführer auf 150 Liter Bier und eine Brotzeit für jeden Aufsteller. Unter Leitung von Aufstellmeister Schorsch Jobst wurde der Maibaum dann mit einigen "Erfrischungspausen" in die Höhe gewuchtet, so dass er nach rund zwei Stunden stand und die Maibaumtaferl angebracht werden konnten.

bjr/Chiemgau-Zeitung

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