Letzte FOLGE "MEIN LOKAL, DEIN LOKAL" IM Wirtshaus Aiging

Die Neno-Bini-Show: Frech, furios... Fake?

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Nußdorf - Was für ein Finale beim Wirte-Duell rund um den Chiemsee: Im "Historischen Wirtshaus" in Aiging bei Nußdorf holt Neno Bini zwar nicht den Sieg, sorgt aber für einen unterhaltsamen Abend. War aber alles nur gespielt?

Los ging es mit Erstaunen über sein 445 Jahre altes Wirtshaus (Wunderlich: "Schau Dir diesen geilen Gastraum an!") und über eine leere Küche, es endete mit einem starken zweiten Platz. "Mein Lokal, Dein Lokal" rund um den Chiemsee ist vorbei, doch Neno Bini sorgte in seinem "Historischen Wirtshaus" in Aiging nochmal für ein Feuerwerk an Unterhaltung und einer Überraschung nach der anderen.

1. Überraschung: "Groß, leer, kein Koch, kein Essen"

Daniel Hagen und Roya Bederke standen zuerst ziemlich verdutzt vor der Kamera. Die Küche im Aiginger Wirtshaus war leer. Kein Personal, keine Lebensmittel. "Langsam krieg' ich Angst, wir könnten hier verhungern", schaute sich Hagen um. Chef Neno Bini war derweil einfach verschwunden - zum Einkaufen. Am Rätselraten in seiner Küche störte er sich nicht. Sollen sie doch glauben, es gäbe heute Fast Food. Mehr dazu weiter unten.

2. Gewagt: Was macht der Gulasch-Stand im Biergarten?

Hendl über die Bierdose, ganz einfach.

Plötzlich aber kam Bewegung in die Sache. Im Biergarten vor dem Lokal fuhr ein Lieferwagen vor, Neno Binis ungarischer Spezl. Er öffnete das Rollo, gab Gulasch aus. Sollte der Wirt die Androhung mit dem Fast Food Wirklichkeit werden lassen? Als "Magentratzer" war die ungarische Spezialität willkommen. Es stellte sich heraus, dass der Ungar eigentlich nur Neno Binis Koch war. Neben den Produkten war jetzt also auch das Personal im Aiginger Wirtshaus angekommen. 

3. Exotisch: Bayrisch-afrikanisch-italienisch

Lachs mit Reis gab es unter anderem. Doch hinein kam in den Reis noch alles mögliche: Paprika, Peperoncini, Karotten, Curry, Kokosmilch und Koriander. Neno Bini stammt selbst aus Mailand, seine Frau aus Kenia - gelandet sind die beiden im Chiemgau

Als Zwischengang servierte Bini dann etwas ganz Besonderes. Extra für die Sendung kreierte der Wirt eine neue Pizza. Der ein oder anderen Phantasie ist sie bestimmt schon mal entsprungen, Neno Bini brachte das bayrisch-italienische Hirngespinst aber tatsächlich auf den Teller: Eine Schweinsbraten-Pizza

4. Dreist: Wein von der Konkurrenz

Die Folgen zum Nachlesen:

- Tag 1: Romanicum in Raubling

- Tag 2: "Zur Post" in Breitbrunn

- Tag 3: Inselbräu auf Frauenchiemsee

- Tag 4: Mauracher in Traunstein

Was darf's zu trinken sein? Wein wäre nicht schlecht. Doch welchen servierte Bini? Noch zwei Tage zuvor erkundigte er sich bei Daniel Hagen, woher sein edler Tropfen auf Frauenchiemsee stammte. Hagens Bruder steckte dahinter, der Wirt vom "Inselbräu" sicherte ihm umgehend einige Flaschen zu. Doch lange überlebten sie nicht. Kaum kamen Binis Gäste wurde der Wein auch schon ausgeschenkt - auch nicht schlecht. 

Binis Gäste dankten ihm den geschmacklich sehr guten Abend: Markus Wunderlich gab sieben Punkte, alle anderen jeweils acht. Macht insgesamt 31 Zähler, Bini direkt hinter Wunderlichs Romanicum und Hagens Inselbräu, die Sieger der Sendung. Auf Platz 4 Holger Paluszek von der "Post" in Breitbrunn, auf Platz 5 Roya Bederke und ihr Mauracher in Traunstein. Hier können Sie die Folge nochmals online sehen.

Alles nur Fake im Aiginger Wirtshaus?

Schon Roya Bederke und Daniel Hagen kams komisch vor: Warum war die Küche leer? Wird dort überhaupt gekocht? Auf der Facebook-Seite der Kabel1-Sendung entbrannten wilde Diskussionen. Als sich unter den Usern herumsprach, dass das Wirtshaus kaum offen hat und Neno Bini in erster Linie als Radiomoderator arbeitet, fühlte sich so mancher "verarscht". Von "gescriptetem Müll" war die Rede. 

Bini selbst gesteht schon auf der Homepage des Wirtshauses, dass man kaum geöffnet hat. Er äußerte sich auch selbst via Facebook dazu: "Ja, wir haben im Moment keinen Restaurantbetrieb. ... Wir sind am Planen und werden bald wieder öffnen. Ich bitte alle um ein bisschen Geduld." Kein Wunder also, dass die Gäste, die man am Freitag in "Mein Lokal, Dein Lokal" im Hintergrund sah, zum Teil Arbeitskollegen von Binis Lokalsender "Bayernwelle SüdOst" waren. 

Gutes Essen, gute Unterhaltung - der Name für eine künftige Radiosendung wäre also schon gefunden: Die Neno-Bini-Show.

xe

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