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Vibrationsfahrzeug in Nußdorf der Öffentlichkeit präsentiert

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    • 25.04.12
    • Nußdorf
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Hier vibriert bald der Boden

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Nußdorf - Derzeit sind drei Vibrations-Fahrzeuge in und um Traunstein unterwegs. Mit ihrer Hilfe soll herausgefunden werden, ob unter der Erde heißes Wasser zu finden ist.

© ps

So sieht das Vibrations-Fahrzeug aus.

Mit bis zu 150 Grad heißem Wasser, das tief im Untergrund der Region Traunstein lagert, soll ab dem Jahr 2015 in einem Geothermie-Kraftwerk umweltfreundlich Strom und Heizenergie erzeugt werden. Damit die genaue Lage dieses Wassers festgestellt werden kann, führt die Geothermie Traunstein Projekt GmbH aktuell 3D-seismische Untersuchungen im knapp 75 Quadratmeter großen Aufsuchungsfeld in und um Traunstein durch. 

Und am Mittwoch konnte jeder das seismische Untersuchungsverfahren einmal hautnah erleben: "Die Theorie der 3D-Seismik haben wir bereits auf unseren Bürgerinformationsabenden erläutert, jetzt wollten wir den Bürgern eine Möglichkeit bieten, die Praxis der Untersuchungen und das verwendete Spezialgerät erleben zu können“, erklärt Thomas Engmann, Geschäftsführer der Geothermie Traunstein Projekt GmbH.

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vor

Untersuchungen in Traunstein

Gegen Ende der Woche erreichen die Spezialisten die Stadt Traunstein und nehmen dort die ersten Messungen vor. "Nach unseren bisherigen Ergebnissen sieht das Gebiet in Weiderting sehr vielversprechend aus", so Pressesprecher Michael Bantele.

Das heißt aber noch nicht, dass die Suche nach dem heißen Nass damit beendet ist. Die Vibrations-Fahrzeuge werden sich bis Mitte Mai noch ihren Weg durch die Gegend bei Traunwalchen, Erlstätt, Weibhausen und Thunstetten bahnen. Erst dann werden die Messungen abgeschlossen sein.

12 Sekunden Vibrationen

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand natürlich das Vibrations-Fahrzeug. Ein Konvoi mit drei dieser Fahrzeuge ist bei der systematischen Untersuchung des Aufsuchungsfeldes seit eineinhalb Wochen in und um Traunstein im Einsatz: Alle 50 Meter hält er auf festgelegten Routen an, um eine Anregung vorzunehmen. "Dabei senkt jedes Vibro-Fahrzeug eine Metallplatte auf den Boden ab und die drei Fahrzeuge beginnen synchron zu vibrieren", so der Geophysiker Dr. Andreas Schuck, der die Untersuchungen überwacht.

Auf diese Weise wird ein Signal in den Traunsteiner Untergrund geschickt. "Ein solches Vibratorsignal dauert genau zwölf Sekunden. Es startet bei einer Frequenz von zwölf Hz und hat eine Endfrequenz von 96 Hz“, so Dr. Schuck. Diese Anregungen werden mehrfach wiederholt, nach maximal fünf Minuten ist die Arbeit an einem Anregungspunkt aber beendet und der Konvoi fährt weiter.

Um das Vibrationsverfahren zu verdeutlichen, führten die Spezialisten der Geothermie Traunstein Projekt GmbH eine Anregung im Beisein der interessierten Bürger durch. "Da wir nur kurz an einer Stelle sind, kommt es nur zu kurzfristigen Lärm- und Verkehrsbeeinträchtigungen", versicherte Dr. Schuck. Darüber hinaus werde in bebauten Gebieten jede Anregung durch Erschütterungsmessungen begleitet, um einen eventuellen Schaden bei anliegenden Gebäuden auszuschließen.

Prinzip einer Ultraschall-Untersuchung

Neben dem technischen Verfahren wurde auch das Prinzip der Vibrationsseismik vorgestellt, das dem einer medizinischen Ultraschall-Untersuchung ähnelt: Die durch die Vibrationen erzeugten Impulse werden von den einzelnen Gesteinsschichten unterschiedlich reflektiert. An der Oberfläche nehmen hochempfindliche Sensoren, sogenannte Geofone, diese Reflektionen auf und leiten sie an einen Messwagen weiter. Mit den so gesammelten Daten können die Spezialisten schließlich ein dreidimensionales Bild des Untergrundes erstellen und vielversprechende Lagerstätten des bis zu 150 Grad heißen Thermalwassers orten.

In dem geplanten Kraftwerk, das 2015 ans Netz gehen soll, wird dieses Thermalwasser an die Oberfläche gefördert. Dort erhitzt es in einem Wärmetauscher ein niedrig siedendes Medium. Der entstehende Dampf treibt Turbinen zur Stromgewinnung an – es wird rund um die Uhr und unabhängig vom Wetter Energie gänzlich ohne Emissionen produziert. Zudem kann dem heißen Wasser noch Wärme als Heizenergie für Wohnungen und Häuser entnommen werden, bevor es in den Untergrund zurückgeführt wird und sich wieder erhitzen kann.

Pressemitteilung Birke und Partner GmbH

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