So will "OlympiJa 2022" die Bürger gewinnen

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Christian Hümmer und Steffi Gampert von "OlympiJa2022 für den Landkreis Traunstein".
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Landkreis - Am 10. November stimmen die Bürger über die Olympia-Bewerbung ab. Und um möglichst viele Leute zu mobilisieren, wurde jetzt die Initiative "OlympiJa 2022" gegründet.

Mindestens 13.000 Ja-Stimmen braucht der Landkreis, um die Olympia-Bewerbung im Chiemgau auf den Weg zu bringen. Und um die zu bekommen, haben sich jetzt Wirtschaftsverbände, Hotel- und Gaststättenbetreiber, Touristiker, Sportverbände sowie ehemalige und aktive Spitzensportler zur Initiative "OlympiJa 2022 für den Landkreis Traunstein" zusammengeschlossen. Sprecher Christian Hümmer ist zuversichtlich, dass das Vorhaben gelingen wird: "Ich denke, dass viele Leute im Landkreis den Spielen in der Region positiv gegenüberstehen. Die größte Schwierigkeit für uns ist nur der Zeitfaktor." Denn bis zum Bürgerentscheid am 10. November ist es nicht mehr lange hin und detaillierte Informationen zur Bewerbung, gerade im Hinblick auf die Region, sind bislang noch Mangelware.

Soviel ist bereits klar, dass in Ruhpoldinger die Biathlonwettbewerbe und auch die Langlaufrennen ausgetragen werden sollen. "Das Positive daran ist, dass für die Langläufer am Unternberg nichts gerodet werden muss. Und auch an der Chiemgau Arena müssten nur Kleinigkeiten nachgebessert werden", so Hümmer. Die Max-Aicher-Arena in Inzell soll als Medienzentrum für rund 2000 Journalisten genutzt werden. Außerdem wurde die Gemeinde als Standort für ein Olympisches Dorf auserkoren. Dazu wären allerdings noch Baumaßnahmen nötig, die aber sowieso in Inzell geplant seien, so Hümmer. Kritiker des Projekts bemängeln derweil, dass die neu gebaute Max-Aicher-Arena gar nicht erst als Austragungs-Ort für die Eis-Wettbewerbe in Betracht kommt. Dafür hat aber Hümmer eine ganz einfache Erklärung: "In Inzell müssten dazu zwei temporäre Eishallen gebaut werden. In München bräuchte man im Vergleich nur eine aufzustellen." Zudem habe die Max-Aicher-Arena nicht die Kapazitäten, um den Olympia-Zuschauern genügend Platz zu bieten.

Auch zu den Bewerbungskosten kann die Inititative bislang noch keine genauen Angeben machen. Hümmer: "Wir wissen mehr nach der Kreistags-Sondersitzung zum Bürgerentscheid am 27. September." Bislang könne man nur mit den Zahlen der letzten Olympia-Bewerbung arbeiten. Damals habe man mit Kosten von rund 30 Millionen Euro für die komplette Bewerbung gerechnet. Um die Bürger weiter auf dem Laufenden zu halten wird die Initiative auch auf der Gewerbeschau Truna mit einem Stand vertreten sein.

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