Gegen das Verdrängen, Übersehen und Vertuschen

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Siegsdorf - Hoher Besuch in Maria Eck: Erzbischof Dr. Reinhard Marx und Weihbischof Wolfgang Bischof haben sich am gestrigen Montag an einer Wallfahrt beteiligt.

Rund 100 Geistliche aus der Seelsorgeregion Süd - sie umfasst 14 Dekanate - trafen sich zum Priestertag, der seit 1997 veranstaltet wird. Auch der emeritierte Regionalbischof Dr. Franz Dietl kam nach Bergen.

Priesterwahlfahrt nach Maria Eck

Für den rund 45-minütigen Fußweg nach Maria Eck standen zwei Routen zur Verfügung: Vom Bahnhof in Eisenärzt und vom Parkplatz der Hochfelln-Seilbahn in Bergen gingen die beiden Gruppen los und "vereinigten" sich zirka 300 Meter unterhalb von Maria Eck. Der Erzbischof wählte den Weg von Bergen zum Wallfahrtsort.

Bilder auf chiemgau24.de

Petrus hatte es offensichtlich gut mit den Pfarrern gemeint - das Wetter hielt aus und die größtenteils älteren Priester funktionierten den Regenschirm zum Spazierstock um. Viele kamen aber einfach mit dem Auto nach Maria Eck. Gemeinsam zogen die Seelsorger dann in die Klosterkirche ein.

In seiner Predigt ging der Erzbischof unter anderem auf die Berufung zum Priester ein: "In der Bedrängnis der letzten Monate müssen wir uns der Berufung unseres Dienstes neu stellen", rief er den Pfarrern zu. Er habe sich auch persönlich neu Gedanken über seine Berufung machen müssen.

Mit Blick auf die Fälle des Kindsmissbrauchs durch Geistliche wandte sich der Erzbischof gegen das Verdrängen, Übersehen und Vertuschen. "Der alttestamentliche Prophet Elia hat hingesehen", so Marx.

Die Seelsorger aus der Region nutzten das Mittagessen zum Erfahrungsaustausch untereinander sowie für kurze Gespräche mit dem Erzbischof und dem Weihbischof. Der Begegnungstag für die Priester endete mit einer gemeinsamen Vesper.

wz/Chiemgau-Zeitung

Rubriklistenbild: © Wittenzellner

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