Ramsauer dankt Helfern der Armen

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Minister Peter Ramsauer mit Tafel-Leiterin Ulrike Bergmann-Fritz 

Trostberg - Bundesminister Peter Ramsauer besuchte die Trostberger Tafel, um sich ein Bild von der Arbeit der ehrenamtlichen Helfer zu machen.

Leiterin Ulrike Bergmann-Fritz konnte in den neuen Räumlichkeiten der Trostberger Tafel den Bundesminister und Wahlkreisabgeordneten Dr. Peter Ramsauer begrüßen, der sich während eines Rundgangs und anschließenden Gespräches über die Entwicklung dieser Einrichtung informierte.

52 Mitarbeiter versorgen 184 Nutzer aus dem Raum Trostberg und Umgebung mit frischen und verpackten Lebensmitteln, um die ärgste Not der Mitmenschen zu lindern. Maßgabe für die schnelle Hilfe ist eine geprüfte finanzielle Einschätzung der Antragssteller seitens der Stadt, um das Angebot der Lebensmittelversorgung in Anspruch nehmen zu können.

Unter der Trägerschaft der Pfarrcaritas St. Andreas begann die Tafel vor neun Jahren mit acht Hilfsbedürftigen, heute leisten die Ehrenamtlichen Tausende von Stunden Jahr für Jahr und sind als Fahrer, Lagerist oder Ausgeber tätig. „Leider wird es immer einen gewissen Bereich an Bedürftigkeit und Armut in unserem Land geben“, stellte Minister Peter Ramsauer fest und bedankte sich für die aufopferungsvolle Arbeit der Trostberger Tafel. Alleine die erbrachten Leistungen in der Ehrenamtlichkeit dieser Einrichtung stellten einen Gegenwert von etwa 500.000 Euro seitens der Öffentlichen Hand dar. „Und viele Menschen in Not nehmen diese Hilfe aus Scham erst gar nicht an“, so Peter Ramsauer.

Es werde allerdings immer schwieriger, konstante ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden, führte Leiterin Ulrike Bergmann-Fritz aus. Auch die neue Unterbringung in der Jägerstraße, die durch den starken Anstieg an Nutzern notwendig geworden sei, koste im Jahr erheblichen Unterhalt, den man nur durch Spenden aufbrächte. Erfreut zeigten sich die Mitarbeiter der Tafel über die Spendenfreudigkeit der Unternehmen, die Woche für Woche angefahren werden könnten. 18 Tafeln in Traunstein und im Berchtesgadener Land von insgesamt 887 in ganz Deutschland zeigten, wie notwendig diese Einrichtungen in unserer Zeit seien. Insgesamt landeten in der Bundesrepublik jährlich 20 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, die privaten Haushalte alleine würden im Gegenwart von mehr als 20 Milliarden Euro Nahrungsmittel wegwerfen, fasste Ulrike Bergmann-Fritz zusammen.

Pressemitteilung Medienservice Richter

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