Nach der Flucht Ruhpoldinger Asylbewerber nach München

Landratsamt prüfte Vorwürfe gegen Asylheim

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Ruhpolding - Abgelaufenes Essen, Räume im Keller, keine medizinische Unterstützung - die vermeintlichen Gründe, warum 27 Asylbewerber aus Ruhpolding nach München flohen. Das Landratsamt kann die Vorwürfe nun entkräften.

Seit über zwei Wochen campieren 27 Ruhpoldinger Flüchtlinge vor der Münchner Bayernkaserne. Gegen ihren Unterkunftsbetreiber im Chiemgau erhoben sie schwere Vorwürfe: "Doch die Vorwürfe haben sich nicht bestätigt", so nun der zuständige Fachbereichsleiter im Landratsamt, Siegfried Ehgartner, gegenüber dem Traunsteiner Tagblatt.

Auch beim Landratsamt selbst habe sich keiner der 27 Asylbewerber beschwert - doch auch auf Bitte der Regierung von Oberbayern wurden die Vorwürfe nun überprüft. Ein Flüchtling sei selbst nach einem epileptischen Anfall als Simulant bezeichnet worden, so eine der Anschuldigungen. Die räumliche Trennung der afghanischen und pakistanischen Asylbewerber - ein Teil im Ober-, ein Teil im Untergeschoß - sei freiwillig gewesen. Außerdem handle es sich nicht um Räume im Keller, sondern im Souterrain. 

Einer der Flüchtlinge sei inzwischen wieder nach Ruhpolding zurückgekehrt, so das Traunsteiner Tagblatt. Eine Erklärung für das Protestlager vor der Bayernkaserne hat man im Traunsteiner Landratsamt dagegen auch nicht. Man vermutet gruppendynamische Prozesse wegen der unterschiedlichen Herkunft zwischen den Flüchtlingen und eine Überforderung mit den Lebensumständen nach der Flucht. 

xe

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