Schnelles Internet für Ruhpolding

Breitband: Ausbau bis 2016 beendet?

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Ruhpolding - Der Ausbau der Breitbandversorgung stand im Mittelpunkt der SPD-Novemberversammlung. Dazu war auch Benedikt Schausbreitner geladen, der im gemeindlichen Bauamt diese Thematik bearbeitet.

Der Vorsitzende Johannes Hillebrand wies eingangs auf die wirtschaftliche Bedeutung eines schnellen Zugriffs auf das Internet hin. In Ruhpolding sei zwar kein großes produzierendes Gewerbe ansässig. Aber auch die vielen kleineren Betriebe aus allen Branchen, besonders auch im Tourismus seien auf einen schnellen Zugang zum Netz angewiesen. Diese Bedeutung werde sich noch erhöhen.

Was mit Breitbandversorgung gemeint ist, zeigte der Vorsitzende anhand eines kurzen Videofilms. Für den Stand des Ausbaus und das weitere Vorgehen stand eine Präsentation des Büros Corwese zur Verfügung, das in Ruhpolding mit dem Projekt beauftragt ist.

Förderverfahren Breitbandausbau

Benedikt Schausbreitner erläuterte das Förderverfahren, in das die Gemeinde eingestiegen ist. Es ist in neun Schritte aufgeteilt, die der Reihe nach abgearbeitet werden müssen. Es ist deshalb relativ aufwendig.

Der erste Schritt war eine Bestandsaufnahme. Das Gemeindegebiet wird durch die Telekom und durch Kabel Deutschland versorgt. Im weiteren Schritt der Markterkundung wurde von der Telekom in Teilbereichen des Gemeindegebietes ein sogenannter eigenwirtschaftlicher Ausbau angezeigt, das heißt Aufrüstung des Ausbaus auf eigene Kosten. Zum weiteren Breitbandausbau über das Förderverfahren wurde ein Angebot der Telekom Deutschland für die ausgeschriebenen Bereiche eingereicht. Als Übertragungsgeschwindigkeit im Förderverfahren gelten mindestens 30 MBit/sec.

Die gesamte Investitionssumme beträgt rd. 736.000 Euro. Dabei wird die sog. Deckungslücke mit einem Fördersatz von 80% durch den Freistaat Bayern unterstützt. Der Eigenanteil der Gemeinde liegt bei 106.000 Euro. Der Ausbau besteht hauptsächlich darin, dass Glasfaserkabel verlegt werden. Dazu benutzt man, soweit möglich, die bereits vorhandene Infrastruktur. In einigen Fällen sind aber auch Tiefbauarbeiten notwendig.

Ausbau bis 2016 beendet?

Von den notwendigen 9 Schritten befindet man sich momentan bei Schritt sechs. Das heißt, dass der Förderantrag gestellt ist. Wenn dann ein Kooperations-Vertrag mit der Telekom abgeschlossen ist, wird der Ausbau innerhalb eines Jahres vorgenommen werden. Die Maßnahme könnte also eventuell bis Ende 2016 beendet sein.

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser gab im zweiten Teil der Monatsversammlung einen Überblick über die Situation der Asylbewerber im Landkreis. Zur Zeit erhält der Landkreis pro Woche 66 Bewerber. Am 1. November waren insgesamt 1438 Bewerber im Landkreis. Ein Rückgang der Zuweisungen ist momentan noch nicht absehbar.

Pressemitteilung SPD Ruhpolding

Rubriklistenbild: © pa

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