Nach Massenschlägerei:

Cube-Club das "Sorgenkind" der Polizei

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Der Cube-Club in Traunreut ist das "Sorgenkind" der Polizei.

Traunreut - Die jüngste Massenschlägerei vor dem Cube-Club liefert wieder Zündstoff für die Diskussionen um die Diskothek. Auch für die Polizei ist der Club "natürlich ein Sorgenkind".

Am Sonntagmorgen kam es vor dem Cube-Club in Traunreut erneut zu einer Massenschlägerei. Das Fazit: 15 bis 20 Personen prügelten sich auf offener Straße, sechs Polizeistreifen mussten anrücken, drei Leute wurden verletzt. Und das war bei weitem nicht die einzige Auseinandersetzung in der Diskothek.

Erst im März wurde im Stadtrat über eine Sperrzeitverlängerung bis 3 Uhr diskutiert, weil es im zweiten Halbjahr 2014 zu insgesamt 22 Körperverletzungen gekommen war. Damals einigte sich das Gremium auf einen Kompromiss: die Sperrzeit wurde für ein halbes Jahr auf 4 Uhr angehoben. Doch den Tumulten vor und in der Diskothek tat das keinen Abbruch: Vier Schlägereien mit insgesamt sechs Verletzten gab es seitdem und einem jungen Mann wurde das Handy geklaut. "Wir haben unsere Erkenntnisse über die vergangenen sechs Monate jetzt an die Stadt weitergegeben", so Polizeihauptkommissar Johann Bohnert.

Doch was kann die Polizei jetzt konkret unternehmen, um den Schlägern Paroli zu bieten? Bereits Anfang des Jahres forderte sie, die Zahl der Sicherheitsleute in der Disko auf acht zu verdoppeln, nur noch volljährige Personen hineinzulassen und ein Verbot von Flaschen vor der Tür. Doch die Vorschläge blieben weitgehend ungehört. "Die Zahl der Sicherheitskräfte wurde zwar nicht verdoppelt, aber zumindest leicht angehoben. Minderjährige haben bei Privatveranstaltungen im Club allerdings weiterhin noch zutritt. Und zu dem Verbot von Flaschen vor der Tür haben wir derzeit keine Erkenntnisse." Am kommenden Montag wird das Thema "Sperrzeitverlängerung im Cube-Club" erneut im Stadtrat behandelt. "Der Beschlussvorschlag wird dahingehend lauten, dass die Sperrzeit mit 4 Uhr so beibehalten wird", erklärte Bürgermeister Klaus Ritter. Chiemgau24.de berichtet am kommenden Montag aktuell von dem Ergebnis der Abstimmung.

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