Diskussionsveranstaltung im K1

Verzwickt: Warum der Rathausplatz kaum grüner werden kann

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Klaus Ritter beim Bürgerdialog zur Zukunft des Rathausplatzes am Dienstag im K1.

Traunreut - Viele Traunreuter sind nicht gerade glücklich mit ihrem Rathausplatz: Am Dienstag kam es zur Aussprache mit den Bürgern - doch dabei wurde klar, dass der Platz in einem gewissen Dilemma steckt. 

Wo in den 1990er-Jahren noch breite Grünstreifen und Kastanien den Rathausplatz zierten sind heute Schotterflächen und Schirme. Viele wünschen sich heute den Rathausplatz wieder grüner - doch die Ideen der Stadt zur Umgestaltung gingen bisher kaum in diese Richtung. Beim Bürgerdialog am Dienstag im K1 wurden die Probleme vieler Traunreuter mit ihrem Rathausplatz wieder deutlich.

- "Statt den Schirmen wären Bäumchen schön"

- "Ich könnte mir einen Wasserlauf gut vorstellen, wie in Bad Reichenhall oder am Traunsteiner Bahnhof"

- "Mehr Begrünung statt der vielen Parkplätze"

- "Alle schönen Stadtplätze haben einen Mittelpunkt, sei es ein Brunnen oder eine Skulptur. Aber das fehlt in Traunreut"

Mehr Grün zu Lasten der Funktionalität?

Nur vier der vielen Vorschläge, die die knapp 50 Besucher der Diskussionsveranstaltung machten. Doch Bürgermeister Klaus Ritter machte dabei klar, wo das Problem liegt: "Wir haben im Jahr 60 bis 80 Veranstaltungen auf dem Rathausplatz - Stadtlauf, Herbstfest, Bauernmarkt, Stadtfest, Faschingsumzug, Christkindlmarkt oder auch Kundgebungen." Durch mehr Bäume oder fixe, zentrale Punkte könnte vieles davon wohl nicht mehr umgesetzt werden.

Fotos: Der Traunreuter Rathausplatz damals und heute

Genau das ist der Grund, warum sich der Stadtrat in seinen bisherigen Planungen für nur einen neuen Baum auf dem Rathausplatz aussprach. Außerdem ist eine Pflasterung des südlichen Teils, neue Fahrradständer an der Marienstraße, Motorradparkplätze oder eine E-Bike-Ladestation bei der öffentlichen Toilette vorgesehen. Auch Feuerwehrzufahrten, Wegesicherung oder Beleuchtung müssen künftig gegeben sein.

Weitere Vorschläge gegen das "grau in grau"

Nur rund 50 Traunreuter kamen am Dienstag ins K1.

Was also ließe sich machen, damit der Rathausplatz nicht so "grau in grau daherkommt" und "leblos", wie es eine Traunreuterin ausdrückte: Bunte Pflastersteine wurden ins Spiel gebracht, oder eine Pflasterung die sich für Schachspieler eignet. Auch hofften manche Bürger, dass die Bäckerei Kotter vielleicht länger öffnen könnte ("dann wäre mehr Leben") - die Stadt selbst könne aber für keine zusätzlichen Gastronomiebetreiber sorgen

Auch das Thema Verkehr wurde angesprochen: "Es würde ja schon reichen, wenn die Polizei mehr gegen die Raser unternimmt", hieß es beispielsweise. Eine Zurückstufung der Straße in eine Fußgängerzone sei aber kaum möglich, so Ritter - auch ein verkehrsberuhigter Bereich sei schwierig umzusetzen. Die Straße über den Rathausplatz ist als Staatsstraße gewidmet. 

Wie der Rathausplatz nun künftig aussehen soll bleibt weiter offen: Die Ideen vom Bürgerdialog wurden von der Stadt aufgenommen und fließen in die Diskussion ein, wenn der Stadtrat sich dem Thema wieder annimmt.

xe

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