Bündnis will Gegenveranstaltung organisieren

Asylkritische Demo bekommt Gegenwind

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Die Organisatoren der asylkritischen Demo: Oliver Krogloth (links) und Artur März.

Traunreut - Auf Traunreut wird am Samstag auch noch eine zweite Kundgebung zukommen: Eine Gegenveranstaltung zur asylkritischen Demonstration - deren Pläne werden derweil immer konkreter.

Die Demo "für eine vernunftgeleitete Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und für das Überdenken der geplanten Flüchtlingsunterkünfte in Traunreut" ist unter Dach und Fach- vergangene Woche wurde sie von den Organisatoren beim Landratsamt angemeldet. Doch nicht nur in den sozialen Netzwerken regt sich Widerstand: Inzwischen wird auch zu einer Gegenkundgebung aufgerufen.

Beide Veranstaltungen zeitgleich geplant

Ein Bündnis aus DGB, Verdi, der Friedensinitiative und anderen ruft zeitgleich am Samstag um 14 Uhr zu einer Gegenveranstaltung auf. Genau zur selben Zeit wollen sich aber auch die Demonstranten gegen die Asylpolitik am Rathausplatz versammeln. "Geplant ist viel Musik aus aller Welt und Reden von Gewerkschaften, Parteien, Jugendverbänden und kirchlichen Vertretern", teilen die Organisatoren der Gegenveranstaltung mit. Auch der Waginger Liedermacher Alex Diehl wurde angefragt.

"Viele Traunreuter Bürgerinnen und Bürger sehen die Not der Flüchtenden und stehen ihnen seit Monaten hier in der Stadt tatkräftig beiseite und helfen – ehrenamtlich und beruflich, wo es nur geht. Sie setzen damit eine Tradition fort, ohne die es die Stadt Traunreut so nicht geben würde: Nach Kriegsende als Stadt der Vertriebenen gegründet, ist sie heute mit vielen Flüchtlingen, Aussiedlern und Migranten ein Beweis dafür, dass ein respektvolles und tolerantes Zusammenleben aller Bürgerinnen und Bürger möglich ist", teilt das Bündnis mit.

Pläne der Asylkritiker reifen

Die Demoroute mit Start und Ziel Rathausplatz.

Die Gegenkundgebung wurde bis dato aber noch nicht beim Landratsamt in Traunstein angemeldet. Die Pläne der asylkritische Demo sind dagegen schon weiter gereift: Die kurze Demoroute soll vom Rathausplatz über die Südtiroler Straße und die Marktstraße wieder zurück zum Rathausplatz verlaufen.

Man rechnet mit 300 bis 500 Teilnehmern und plant außerdem Musik, Redebeiträge und eine Schlusskundgebung: "Wir haben uns aber dagegen entschieden, auch Funktionäre der AfD als Redner einzuladen", so Organisator Oliver Krogloth im Gespräch mit chiemgau24.de - und er betont: "Jegliche ausländerfeindlichen oder rassistischen Bekundungen sind unerwünscht und werden auch unterbunden".

Falls genug Menschen zur asylkritischen Demo kommen und sie friedlich und erfolgreich verläuft plant man Folgeveranstaltungen "um den Druck auf die politischen Entscheidungsträger zu erhöhen und unserer Forderungen umzusetzen", so die Veranstalter. Krogloth betont aber im Gespräch, dass diesen Part dann beispielsweise die AfD übernehmen könnte: "Dafür sind Parteien ja auch da."

xe

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