Nach zwei Unfällen

Lebensgefahr: Können Sperren die Radlfahrer schützen?

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Die gefährliche Kreuzung Robert-Bosch-Straße / Sonnenstraße in Oderberg.

Traunreut - Mehr als einmal wurden Radlfahrer an der Kreuzung Robert-Bosch-Straße/Sonnenstraße in Oderberg verletzt - doch wie kann die Kreuzung sicherer gemacht werden? *Mit Voting*

Nach dem Zusammenstoß mit einem Buben schwebte eine 32-Jährige im vergangenen Juni in Lebensgefahr, auch heuer im März passierte wieder ein Unfall mit einem Radlfahrer. Schon kurz nach dem Unfall 2015 diskutierte der Stadtrat darüber, wie die Kreuzung entschärft werden könnte. Nun ist man einen Schritt näher an einer Lösung. 

Gutachten für Radler-Umlaufsperren

So müssten Radlfahrer künftig Oderberg umfahren, geht es nach dem Verkehrsgutachten.

Am Donnerstag wurde dem Stadtrat ein Verkehrsgutachten präsentiert: Auch dort wurde das hohe, teils unangepasste Tempo der Radlfahrer an der Robert-Bosch-Straße erwähnt. Das Gutachten spricht sich entlang der Robert-Bosch-Straße durch Oderberg für Umlaufsperren auf dem Gehsteig aus. So sollten nur noch Fußgänger den Gehweg benutzen und Radlfahrer dazu gebracht werden, eine Alternativroute zu wählen. Sie würde am Dorf vorbei über die TS49 und die Oderberger Straße führen - für die Radfahrer ein Umweg von rund einem Kilometer.

Manche Stadträte waren skeptisch: Roger Gorzel bezweifelte beispielsweise, dass die Radler den Umweg in Kauf nehmen würden. Bei der Diskussion um die Kreuzung forderte er 2015 dagegen schon die bauliche Schließung der "verbotenen Ausfahrt" an der Sonnenstraße: Die ausgiebige und eindeutige Beschilderung dort würde wohl nicht ausreichen.

Anwohner gingen Bereits gegen Straßenschließung auf Barrikaden

Gegen diese angedachte Sperrung der Sonnenstraße regte sich im vergangenen Jahr bereits Widerstand bei den Oderbergern: Sie sammelten Unterschriften und drohten der Stadt Traunreut mit einer Klage. Die Sperrung der Sonnenstraße wurde im Gutachten aber nicht empfohlen, auch gegen Verkehrsspiegel und einen Radweg im Autoverkehr sprach man sich aus. 

Etwa so, wie an vielen Bahnübergängen, könnten die Sperren aussehen.

Nun sollen also Umlaufsperren vor gefährlichen Situationen mit Radfahrern schützen und sie auf den Umweg östlich von Oderberg bringen. Eine weitere Empfehlung ist die Verlegung der Bushaltestelle von Oderberg-Mitte um 500 Meter in Richtung Traunreut nördlich der Einmündung der Oderberger Straße. Hier könnte außerdem eine Querungshilfe errichtet werden. Noch ist nichts entschieden: Die Vorschläge des Verkehrsgutachtens werden auf der nächsten Bauausschusssitzung beraten und in der Mai-Sitzung des Stadtrates entschieden. 

xe

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