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Ahornbäume in der Nettunoallee Traunreut haben eine Zukunft

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Traunreut - Die Entscheidung um die Zukunft von fünf Ahornbäume in der östlichen Nettunoallee in Traunreut ist gefallen: Der Bauausschuss hat in seiner Sitzung ohne längere Diskussion und per einstimmigen Beschluss klar signalisiert, dass die Bäume nicht gefällt werden.

Als Begründung führte das Gremium an, dass eine übermäßige Beeinträchtigung nicht zu erkennen sei, die eine Beseitigung von stabilen Straßenbäume rechtfertige und eine notwendige Neupflanzung zusätzliche Kosten verursachen würde.

Wie berichtet, wollten Anlieger der Heinz-von-Stein-Straße die Bäume los werden, weil sie die „Nasen“, die fliegenden Samen stören. In einem Antrag beklagten Anwohner, dass durch den übermäßigen Ahornsamenflug sowie durch die Beschattung starke Beeinträchtigungen an den jeweiligen angrenzenden Grundstücken vor herrschen. Die Spitzahornbäume, die vor über 30 Jahren im Zuge der Wohngebietsausweisung als Straßenbegleitgrün gepflanzt wurden, sind aber völlig gesund und sollten nach Ansicht von Stadtgärtnermeister Robert Kratzer zur Klimaregulierung und zur Luftreinhaltung erhalten bleiben. Durch den beengten Wurzelbereich im Straßenbereich würden die Bäume vermehrt eine Notblühte ausbilden, die eine übermäßige Samenbildung erkläre. Zudem würden in der Stadt andere klimatische Bedingungen vorherrschen, wie etwa eine erhöhte Hitzestrahlung von der Fahrbahn, trockene Luft, Bodenverdichtungen und Streusalzbelastungen. Diese Aspekte wurden den Anliegern bereits bei einer Ortsbesichtigung Mitte Februar mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Bauausschusses nahegelegt. In einer E-Mail, die am Sitzungstag in der Verwaltung eingegangen ist, warnte Kratzer auch vor einem Präzedenzfall. Sollten die Bäume gefällt werden, könnte dies auch dazu führen, dass auch andere Bürger, die sich von Bäumen beeinträchtigt fühlen, dieses Problem ebenfalls anmahnen. Sepp Winkler (Bürgerliste) legte den Anliegern in der Heinz-von-Stein-Straße ans Herz, zusammen zu helfen und die „Hubschrauber“ zusammenzusammeln. Die Bäume zu entfernen, hätte auch einen enormen Wertverlust von 30.000 Euro bedeutet. Laut einer Berechnungsforme geht man pro Baum von einem Geldaufwand von 6000 Euro aus. Dieser Betrag setzt sich laut Kratzer aus dem Wert des bestehenden Baumes zusammen, der mit 4000 Euro gerechnet wird und der Neupflanzung mit 2000 Euro.

Zu der Thematik hat sich auch die Kreisgruppe Traunstein des Bund Naturschutzes geäußert und bei der Stadtverwaltung Widerspruch eingelegt. Die Bäume im Siedlungsbereich hätten eine hohe Wertigkeit im Hinblick auf die Filterwirkung, die lokale Feuchtigkeit und lokale Temperatur und hätten daher auch eine hohen Gesundheitswert für die Bewohner, schreibt der Bund Naturschutz. Auch der ökologische Wert sei zu beachten, zumal die Bäume älter als 25 Jahre seien und durch Rinderspalten und an den Astgabeln Kleinleberäume für seltene Käferarten oder Fledermäuse bilden würden. Zudem sei es verboten, solche Bäume in der Zeit vom 1. März bis 30. September zu fällen oder auf den Stock zu setzen.

ga

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