Mann beschuldigte Polizisten der Vergewaltigung

Ein verlorener Fisch führte zu einer Festnahme

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Traunreut - Alles fing damit an, dass ein Radfahrer einen Fisch verlor. Ein hilfsbereiter Autofahrer fuhr ihm hinterher - doch alles endete schließlich in einer Polizeizelle.

Ein verlorener Fisch setzte gestern einen folgenreichen Polizeieinsatz mit Blutentnahme und Widerstandshandlung in Gang.

Zunächst hatte ein 47-jähriger Traunreuter, der mit seinem Fahrrad um 19:15 Uhr auf der Kantstraße unterwegs war, unbemerkt einen Fisch verloren. Ein aufmerksamer Autofahrer sammelte den Fisch auf und fuhr hinter dem Radler her, um ihn auf den Verlust aufmerksam zu machen. 

Auf dem St.-Georgs-Platz hatte er ihn eingeholt. Als er neben dem Radler stand, kippte dieser samt Rad um und fiel gegen das Auto, wodurch eine Delle im Fahrzeugblech entstand. Der Radler zog sich bei seinem Sturz Schürfwunden zu.

Der 29-jährige Autofahrer verständigte nun die Polizei. Diese stellte fest, dass der Radfahrer erheblich betrunken war. Er hatte auch noch eine halbvolle Flasche Bier neben sich stehen. Obwohl Zeugen den tatsächlichen Unfallhergang gesehen hatten, beschuldigte er den Autofahrer, dass ihn dieser absichtlich angefahren hätte.

Nachdem er aufgrund seiner Alkoholisierung einen Atemalkoholtest nicht schaffte, wurde er zur Blutentnahme ins Trostberger Krankenhaus mitgenommen, was er nur sehr widerwillig über sich ergehen ließ. Da er in der Klinik um sich schlug, musste er dort gefesselt werden. Als die Fesseln wieder abgenommen wurden, schlug er auf eine Beamtin ein, die jedoch nicht verletzt wurde.

Zur Vermeidung weiterer Straftaten wurde der Mann in die Polizeizelle gebracht, wobei er auf der Fahrt dorthin die Beamten ununterbrochen beleidigte und behauptete, sie hätten ihn geschlagen und vergewaltigt. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Straßenverkehrsgefährdung.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunreut

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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