Endgültiges Aus für Groß-Event in Traunreut

Darum wird nichts aus dem Riesen-Public-Viewing

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Traunreut - Es hätte das größte Fußballfest zur EM-zwischen München und Berchtesgaden werden können - hätte: Wegen Mängeln am Sicherheitskonzept musste der Hauptausschuss nun ablehnen.

Aus dem Riesen-Public-Viewing zur Fußball-EM wird nun endgültig nichts. Der Hauptausschuss der Stadt lehnte das Sicherheitskonzept der Veranstalter am Montag ab. Ganze fünf Mal wurde das Konzept von den Veranstaltern um Stadtrat Roger Gorzel überarbeitet, doch am Ende konnte keine Einigung erzielt werden. Den Ausschlag gab eine Empfehlung der Polizei wegen der Rettungswege zum "OBAG-Gelände", wo das Public-Viewing hätte stattfinden sollen.

Polizei sagt "Nein" zu Rettungswegen

Das Problem: Der erste Rettungsweg wäre über das Gelände des "Maximum" gelaufen. Er hätte an allen Veranstaltungstagen freigehalten werden müssen. Doch das wollten die Verantwortlichen des "Maximum" nicht. Einem Öffnen der Tore am Gelände im Notfall hätte das "Maximum" dagegen zugestimmt. 

Die Gartenstraße kam als erster Rettungsweg auch nicht in Frage. Auch wenn eine räumliche Trennung durch einen Bauzaun möglich gewesen wäre - praktisch eine "Halbierung" - hätten sich dort die Wege von Rettungsdiensten und Besuchern kreuzen können. Auch das wäre zu gefährlich gewesen, meint die Polizei. Alternative Rettungswege waren nicht zu realisieren.

Ritter: "Sonst hafte ich persönlich"

"Ich könnte dem Konzept der Veranstalter natürlich trotzdem zustimmen, aber dann hafte ich, wenn etwas passiert", so Bürgermeister Ritter. Auch die Mehrheit der Hauptausschussmitglieder wollte sich nicht über die Empfehlung der Polizei hinwegsetzen. Mit 9:2 Stimmen wurde das Sicherheitskonzept abgelehnt

Andrea Halswanter zeigte sich enttäuscht und war der Meinung, dass es wohl zu Missverständnissen zwischen Polizei und "Maximum" gekommen sein muss - doch auch ein Verschieben der Entscheidung, wie von ihr favorisiert, hätte wohl nichts gebracht: "Es gibt keine Alternativstandorte. Das Public-Viewing ist damit gestorben", so Roger Gorzel im Anschluss an die Hauptausschusssitzung.

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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