Große Suchaktion bei Traunreut

Jugendliche bewusstlos in Waldstück gefunden

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Traunreut - Betrunkene Jugendliche haben in der Nacht ein Großaufgebot von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr in Atem gehalten. Nach einem Notruf wegen einer "leblosen Person" lief eine große Vermisstensuche an:

UPDATE, 16.15 Uhr: Polizeimeldung

Zu einem größeren Sucheinsatz durch Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei kam es in der Nacht auf Samstag. Gegen 01.30 Uhr wurde der Polizei mitgeteilt, dass sich eine hilflose Person auf einem Feldweg befindet. Die eintreffende Streifenbesatzung erfuhr dann zunächst vom Rettungsdienst, dass der Mitteiler aus dem Rettungswagen in ein angrenzendes Waldstück geflüchtet sei. Währenddessen konnten aus dem Waldstück Schreie einer weiblichen Person festgestellt werden. Zeitgleich trafen die Freiwilligen Feuerwehren aus Stein an der Traun und Traunreut ein, welche die Beamten beider Absuche des Waldstücks wie gewohnt tatkräftig unterstützen.

Verdacht auf Drogen- und Alkoholintoxikation

Nach kurzer Zeit konnte ein 19-jähriger Traunreuter angetroffen werden. Aufgrund seiner starken Alkoholisierung mit mehr als zwei Promille konnte er den Beamten keinerlei genaueren Angaben machen. Anschließend wurde ein bewusstloses 17-jähriges Mädchen aufgefunden, welches im Laufe der Ersten-Hilfe-Leistung das Bewusstsein wieder erlangte, aber ebenfalls keine Angaben machen konnte. Das Mädchen erweckte einen stark alkoholisierten Eindruck. Ein Atemalkoholtest konnte nicht durchgeführt werden. Das Mädchen wurde mit Verdacht auf Drogen- und Alkoholintoxikation zur Behandlung in die Kreisklinik Trostberg verbracht. Der 19-Jährige wurde seinen Eltern übergeben.

Vermisstensuche am Schneckenberg

Durch den bei der Suche unterstützenden Polizeihubschrauber konnte schließlich noch eine dritte Person im Waldstück aufgefunden werden - nämlich ein amtsbekannter 18-jähriger Traunsteiner, welcher ebenfalls bewusstlos im Wald lag. Wie sich herausstellte, handelte es sich bei ihm um den Anrufer. Der 18-Jährige wurde ebenfalls durch den Rettungsdienst aufgrund einer möglichen Drogen- und Alkoholintoxikation zur ärztlichen Behandlung ins Klinikum Traunstein eingeliefert.

Alle Beteiligten wieder wohlauf

Die polizeilichen Ermittlungen gestalten sich schwierig, da sich keiner der Beteiligten an den Abend erinnern kann. Jedoch sind mittlerweile wieder alle Beteiligten wohlauf und konnten auch wieder aus den Kliniken entlassen werden. Bei dem nächtlichen Einsatz waren mehr als zehn Streifen der Polizei, ein Polizeihubschrauber, die Feuerwehren Stein a. d. Traun und Traunreut mit sieben Fahrzeugen sowie mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes gebunden. Was evtl. auch noch eine in unmittelbarer Nähe aufgefundene tote Katze mit dem ganzen Sachverhalt zu tun haben könnte, wurde bis dato noch nicht in Erfahrung gebracht. Die Polizei Traunreut ermittelt weiter.

Pressemeldung Polizeiinspektion Trostberg

Erstmeldung:

In der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 1.30 Uhr wurde die Polizei in Traunreut von einem Anrufer informiert, dass sich im Bereich zwischen der Kolpingstraße in Traunreut und Poschmühle am sogenannten Schneckenberg eine leblose Person befindet. Beim Eintreffen der Streife am genannten Ort konnte jedoch keine Person festgestellt werden. Auch der Anrufer war nicht mehr auffindbar. 

Daraufhin wurden Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr aus Stein an der Traun sowie zur Unterstützung der Polizeihubschrauber Edelweiss hinzugezogen, um das Gebiet abzusuchen. Nach kurzer Suche konnten als erstes zwei stark alkoholisierte Jugendliche aufgefunden werden.

Nach deren Angaben musste sich aber noch eine dritte Person in dem am Schneckenberg befindlichen Waldstück befinden. Daraufhin wurden weitere Einsatzkräfte der Polizei sowie die Freiwillige Feuerwehr aus Traunreut hinzugezogen. Nach längerer Suche konnte auch dieser Jugendliche stark alkoholisiert aber unverletzt aufgefunden werden. Trotz allem wurde die alle um die 20 Jahre alten Jugendlichen dem Rettungsdienst übergeben. Es handelte sich um zwei junge Männer sowie eine weibliche Person. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.

FDL/BeMi

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