Traunreuter Bauausschuss stellt Ergebnis vor

Grundschule Nord soll neu gebaut werden

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Traunreut - Es bleibt dabei: Die Grundschule Nord soll neu gebaut werden. Eine Aufstockung des bestehenden Schulgebäudes soll nicht weiterverfolgt werden.

Darauf hat sich der Bauausschuss in seiner Sitzung ohne längere Diskussion verständigt. Eine vom Stadtrat geforderte Untersuchung hat ergeben, dass eine Aufstockung des Gebäudes aus planerischer Sicht nicht sinnvoll wäre. Das Ergebnis der Untersuchung wurde in der Sitzung vorgestellt.

Nach Angaben des Ingenieurbüros sei das Gebäude während der Planungsphase bereits in Teilbereichen in Rahmenbauweise (massive Stahlbeton-Rahmen, Stützen, Unterzüge) aufgestockt worden. Eine Vorberechnung dieser Rahmen und Unterzüge mit der Belastung aus einem weiteren Geschoss habe ergeben, dass diese die zusätzlichen vertikalen und horizontalen Lasten nicht ohne zusätzliche bauliche Maßnahmen aufnehmen könnten. Dies würde durch den Eingriff in die Bestandsgeschoße eine wesentliche Einschränkung in der Planung ergeben.

Unterstützungsmaßnahmen notwendig

Die zusätzlichen Lasten müssten bis zur Fundamentierung verfolgt werden. Auch hier müssten Unterstützungsmaßnahmen erfolgen. Deshalb erscheine aus statischer und planerischer Sicht eine zusätzliche Aufstockung nicht sinnvoll, zumal diese mit baulichen Veränderungen verbunden seien, die kontrovers mit den benötigten Räumlichkeiten zu sehen seien, fasst das Ingenieurbüro zusammen. In einer Stellungnahme weist die Verwaltung auch darauf hin, dass für das rund 30 Jahre alte Schulgebäude umfassende brandschutzrechtliche Ertüchtigungen erforderlich wären, die Kosten von über einer Million Euro verursachen würden.

Nachdem bei der Feststellung der Brandschutzmaßnahmen vor über vier Jahren ein Beschluss vorlag, dass die Grundschule Nord neu gebaut werden soll, sei der bisherige Zustand für eine Zeit von vier Jahren geduldet worden. Diese Duldung ist aber zwischenzeitlich abgelaufen. Die Ausgaben für eine brandschutzrechtliche Umrüstung könnten deshalb nur vermieden werden, wenn glaubhaft das Verfahren für einen Neubau oder eine Generalsanierung fortgeführt und dafür umgehend eine Planung erfolge, schreibt die Verwaltung. So sollen jetzt laut einstimmigen Beschluss auch umgehend das Verfahren zur Klärung der staatlichen Zuwendungen eingeleitet und die Kosten ermittelt werden.

Eine Million Euro für 2017 veranschlagt

Im Januar dieses Jahres hatte der Stadtrat die Zielvorgabe für einen Neubau der Grundschule Nord bestätigt und beschlossen, die Baumaßnahme nach wie vor grundsätzlich im Haushalt zu veranschlagen. Für heuer wurden 100.000 Euro eingestellt, für das Jahr 2017 sollen eine Million Euro veranschlagt werden und für die weiteren Haushaltsjahre 2018/2019 weitere neun Millionen Euro. Die Stadtverwaltung wurde gleichzeitig damit beauftragt, bis zu den Haushaltsberatungen 2017 die technische Machbarkeit und die Kosten einer Aufstockung des bestehenden Schulgebäudes zu prüfen.

Gabi Rasch

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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