Verwaltung setzt aber Regeln

Was kommt ins alte BayWa-Gebäude?

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Traunreut - Tausende Quadratmeter an Verkaufsfläche stehen an der Waginger Straße zur Verfügung seitdem die BayWa umgesiedelt ist: In eng gestricktem Rahmen gibt es bereits Überlegungen, wer folgen könnte.

Die Sache ist nicht einfach und zeigt, welche Verwaltungshürden bei der Ansiedlung von Gewerbe aufgebaut werden können: Das alte BayWa-Areal an der Waginger Straße steht leer - doch für einen potenziellen Nachfolger gibt es genaue Richtlinien. Das Gelände ist als Sondergebiet für einen Bau- und Gartenmarkt festgelegt. Um auch andere Geschäfte zuzulassen müsste der Stadtrat diese Schranke erst abbauen, doch auch dann bleibt der Rahmen eng gestrickt: denn es ist genau festgelegt, welche Läden nicht ins Gewerbegebiet dürfen, weil sie "Innenstadtrelevanz" haben.

Das sind die Interessenten

Es gibt bereits vier Interessenten, die sich das Gebäude aufteilen könnten: Erneut ein Bau- und Gartenmarkt, ein Einzelhändler für Tierbedarf, ein Möbel- und Bettwarengeschäft (zum Beispiel das "Dänische Bettenlager") sowie ein Händler für Kleinmöbel und Wohnaccessoires (etwa "Das Depot"). Zusammengenommen hätte man rund 2550 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Doch der letzte Interessent war auf der Stadtratssitzung am Donnerstag umstritten: Wohnaccessoires und Haushaltswaren stehen auf der so genannten "Traunreuter Sortimentsliste", durch die Geschäfte der Innenstadt geschützt werden sollen. Auch Zeitungen, Schuhe, Brillen oder Bürobedarf finden sich auf dieser Liste. Viele Stadträte befürchteten, dass eine Umnutzung des Gebäudes bzw. eine Ausnahmegenehmigung für den Wohnaccessoires-Händler ein Einfallstor schaffen könnte, damit künftig noch mehr innenstadtrelevante Läden am Stadtrand ansiedeln.

Es könnte wieder Leben einziehen

Die Besitzer des Gebäudes argumentieren dagegen, dass sich mit der "Jobst-Wohnwelt" ebenfalls ein Geschäft für ähnliche Artikel in der unmittelbaren Nachbarschaft am Stadtrand befände. Einerseits könnte die Stadt mit der Erlaubnis den Läden im Zentrum keinen Gefallen tun, andererseits wäre im alten BayWa-Gelände endlich wieder Leben. In der Verwaltung will man sich zuerst mit Fachanwälten zusammensetzen. Entschieden ist noch lange nichts.

xe

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