Zumindest die Verwaltung ist sich einig

Ist Oderberg der richtige Ort für eine Spielhalle?

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Traunreut - Am Ortsrand von Oderberg wollte eine Spielhalle eröffnen - doch der Bauausschuss ließ den Antrag gleich wegen einer ganzen Reihe von Gründen abblitzen.

Eine Spielhalle mit knapp 150 Quadratmetern am Ortsrand von Oderberg - ist das der richtige Ort für ein solches Etablissement? "Nein", war sich der Traunreuter Bauausschuss einig. In dem Gebäude an der Robert-Bosch-Straße ist bisher neben einem Büro, einem Zahnarzt und Wohnungen auch die Lebenshilfe untergebracht - nur einer der Gründe, warum die Spielhalle keine Chance auf Realisierung hat.

"Das Vorhaben fügt sich nicht in die Umgebung ein", meint die Stadtverwaltung - denn rundherum seien vor allem Wohnhäuser und Landwirtschaft angesiedelt: "Bei einer Spielhalle ist davon auszugehen, dass sie auch nachts in Betrieb ist. Sie wäre damit in dem Ort dort die erste auch nachtaktive Gewerbeeinheit. Nächtliche An- und Abfahrten würden im Quartier als störend empfunden", wurde argumentiert. Vor allem die acht Lebenshilfe-Wohngruppen könnten durch eine Spielhalle beeinträchtigt werden.

Doch die Gründe für die Ablehnung reichen noch weiter: Der Bauausschuss stört sich nicht nur daran, dass man mit "auffälligen Werbeanlagen" rechnen müsse, sondern auch an einem "Trading-Down-Effekt": Die umliegenden Immobilien hätten durch die Spielhalle mit einem Wertverlust zu rechnen. Darüber hinaus würden sich am Gebäude zu wenige Stellplätze befinden. Mit 9:0 Stimmen wurde das Vorhaben vom Bauausschuss klar abgelehnt.

xe

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