Initiative für Festplatz und Volksfest

Trotz 900 Unterschriften für Volksfest: Nur Kompromiss

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Florian Brandl (rechts) übergab am Donnerstagnachmittag 903 Unterschriften an Bürgermeister Ritter.

Traunreut - Ein großer Festplatz mit traditionellem Volksfest: das wollte Florian Brandl mit den Unterschriften erreichen, die er am heutigen Donnerstag übergab. Sein Ziel wird er so schnell damit aber nicht erreichen.

Rund vier Monate lang hat Florian Brandl Unterschriften gesammelt: Über Listen, die in Traunreut ausgelegen sind und online. "Wir wollen mit dieser Petition erreichen, dass wir wieder einen Festplatz und ein Volksfest in Traunreut bekommen!", hieß es darin. 903 Unterschriften sind zusammengekommen, am heutigen Donnerstag übergab sie Brandl an Bürgermeister Ritter

Neues Herbstfest könnte in kommenden Jahren größer werden

Das Ergebnis konnte Ritter gleich vorweg nehmen: "Der Festplatz wird wegen der Asylbewerberunterkunft für die nächsten zehn Jahre belegt bleiben. Und eine Ersatzfläche für einen Festplatz haben wir im Stadtgebiet nicht gefunden." Acht Mal hat die "Arbeitsgruppe Volksfest" getagt, doch die Suche nach einem neuen Platz nun aufgegeben

Doch es bleibt ein Kompromiss, mit dem auch Initiator Florian Brandl zufrieden ist: Das Familienherbstfest, heuer Anfang Oktober zum ersten Mal veranstaltet, soll fester Bestandteil im Veranstaltungskalender der Stadt werden. "Der Start des Familienherbstfestes hat heuer gut funktioniert. Es gab auch keine Beschwerden von Anwohnern", so Ritter. Das langfristige Ziel ist, weitere Schausteller und Fahrgeschäfte dafür zu gewinnen. Die "oide Wiesn" auf dem Oktoberfest dient dabei als gewisses Vorbild.

"Ein guter Kompromiss"

Auch traditionelle Elemente eines typischen Volksfestes - Einzug der Vereine, Bierzelt, Bieranstich - sollen auf dem Herbstfest wieder eingeführt werden. "Wenn Vereine und Senioren eingebunden werden und das ganze traditionell ist, ist das ein guter Kompromiss", so Brandl, der sich auch bei den Geschäften bedankt, die die Listen ausgelegt haben. Schon heuer hat die Stadt die ARGE mit 17.000 Euro unterstützt, damit diese das Herbstfest ausrichten kann - auch in den kommenden Jahren soll das so bleiben.

"Man muss nicht an alten Sachen festhalten, die nicht funktionieren", betonte Klaus Ritter auch am Donnerstag in Hinblick auf das frühere Volksfest. Schon 2015 wollte der Volksfestbetreiber das Fest eigentlich absagen, die Überlegungen, das Volkfest überhaupt noch auszurichten, gab es also schon länger

xe

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