Trotz vieler Bedenken an Westendstraße

Statt der Bäume: Hier kommen vier neue Wohnblöcke hin

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So sieht es derzeit noch aus zwischen Westend- und Gottfried-Michael-Straße.

Traunreut - Es gibt Unterschriftenlisten der Anlieger gegen das Projekt und auch so manche Stadträte hatten zuerst Zweifel - doch vier neue Wohnblöcke an der Westendstraße sind nun beschlossene Sache.

Über 4700 Quadratmeter ist die Fläche zwischen Westend- und Gottfried-Michael-Straße groß, um die es geht: Bisher steht dort nur ein einziges Haus, umrandet von vielen Bäumen. Der Traunreuter Stadtrat stimmte in seiner Sitzung am Donnerstag nun zu, dass hier Wohnbebauung entstehen kann.

Das rote X markiert das 4700 Quadratmeter große Grundstück, wo die vier Wohnblöcke 2017 gebaut werden.

Vier Gebäude, die jeweils drei- und viergeschossig sind und über die Westendstraße erschlossen werden. Insgesamt werden dort bis zu 32 Wohnungen und eine Tiefgarage entstehen. Noch vergangene Woche sah es in der vorberatenden Bauausschusssitzung so aus, als könnte das Projekt scheitern: Eine knappe Mehrheit sprach sich dort gegen die Wohnblöcke aus - doch nun ist der Investor auf der sicheren Seite. Im kommenden Frühjahr könnte mit dem Bau begonnen werden.

Die Bedenken der Anlieger

Die Anwohner von Westend- und Gottfried-Michael-Straße hatten so einige Bedenken und reichten auch Unterschriften bei der Stadtverwaltung gegen die Bebauung ein:

- 110 neue Bewohner würden in ihr Viertel kommen, "dreimal mehr Anwohner als jetzt in der Westendstraße 1 bis 13 und der Gottfried-Michael-Straße wohnen", argumentierten sie. An den Straßen stehen vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser.

- Der wertvolle Baumbestand auf dem Grundstück müsste weichen. Er gehöre zum Stadtbild, Traunreut hätte sonst einen Imageschaden zu erleiden.

- Die Anlieger befürchten außerdem fallende Grundstückspreise.

- Beide Straßen sind 30er-Zonen und sehr eng. Die Anwohner befürchten mehr Verkehr und noch beengtere Straßenverhältnisse.

Stadträte wie Konrad Unterstein oder Hans-Peter Dangschat forderten daher eine abgespeckte Version des Bauprojekts mit 24 oder 26 statt 32 Wohnungen. "Wer hier nicht zustimmt verweigert den Menschen den Traum von der eigenen Wohnung zu verwirklichen", meinte dagegen Ernst Biermeier. Mit 23:7 Stimmen stand der Stadtrat schließlich doch recht breit hinter den neuen Wohnblöcken.

xe

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