Gleichzeitig Ghettobildungen vermeiden

Neue, günstige Wohnungen: So will Traunreut es schaffen

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Traunreut - Das Problem von neuem, "bezahlbarem" Wohnraum wird auch in Traunreut drängender: Einige Projekte sind in Planung, doch soll auch die Stadt selbst zum Bauherr werden? *Mit Voting*

Dass neuer, günstiger Wohnraum überall notwendig wird, ist auch bei der Staatsregierung in München angekommen: Mit einem "Wohnraumförderungsprogramm" greift sie dabei Kommunen unter die Arme, die selbst tätig werden wollen. "Wir müssen beispielsweisean die Alleinerziehenden denken,die netto mit weniger als 1600 Euro heimgehen", so Stadtrat Ernst Ziegler auf der jüngsten Sitzung.

Seine SPD-Fraktion will, dass am alten Bauhof-Gelände, oberhalb der geplanten Aldi-Verkaufsfläche, sozialer Wohnraum entsteht: Drei bis vier Vollgeschosse schweben Ziegler dort vor. Auch dem dortigen Investor würden Fördergelder winken. Gleichzeitig solle aberbei künftigen Bauprojekten darauf geachtet werden, "Ghettobildungen" zu vermeiden. Beispiel alter Bauhof: Südlich, zur Eichendorffstraße, könnten höherwertige Wohnungen entstehen und im Rückraum sozialer Wohnungsbau: "Eine Mischung von allen gesellschaftlichen Schichten wäre hier sehr gut möglich", so die Traunreuter SPD.

Hier plant die Stadt bereits

Bürgermeister Ritter verwies dabei auf einige Wohnbauprojekte, die derzeit in Traunreut in der Planung sind: Für das Projekt "Küblböck" an der Eichendorffstraße ist das Bebauungskonzept bereits vom Stadtrat verabschiedet. Dort ist es aber ein privater Investor, der tätig wird. Auch im Norden Traunreuts könnte staatlich geförderter Wohnungsbau entstehen: Dort war eine private Grundstücksfläche für den Bau einer Asylbewerberunterkunft vorgesehen - nun könnten stattdessen Sozialwohnungen entstehen.

Die Stadtverwaltung nennt zwei weitere Flächen, wo man sich gemeindlichen Wohnungsbau gut vorstellen kann: An der Hofer Straße und im Stadtentwicklungsbereich zwischen Eichendorffstraße, Traunring und Munastraße. Auch in leeren Gebäuden geförderten Wohnraum zu schaffen, wäre eine Variante. Noch in der Mai-Sitzung des Traunreuter Stadtrates soll eine Grundsatzentscheidung her, ob die Stadt darüber hinaus Haushaltsmittel für sozialen Wohnungsbau freimachen will. 

xe

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