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So war die zweite Traunreuter Kulturnacht

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Traunreut - Die größte Stadt im Landkreis verfügt auch in Sachen Kultur über ein sehr lebendiges Potential und echte Highlights. Das machte einmal mehr die zweite Traunreuter Kulturnacht deutlich.

Rund 14 Stationen boten von 18 Uhr bis Mitternacht Gelegenheit, sich von einem vielfältigen Angebot mitreißen zu lassen und damit gleich auch noch einen Einkaufsbummel in den Geschäften zu verbinden. Als Veranstalter zeichnete die ARGE Werbegemeinschaft verantwortlich.

„Ohne Kultur ist das Leben nicht lebenswert.“

Bei der Eröffnung der Kulturnacht in der Kunststiftung „DASMAXIMUM“ hob Bürgermeister Klaus Ritter hervor, dass er mit einem „prickelnden Gefühl“ in die Nacht starte und gespannt sei auf die unterschiedlichen Angebote. Bereits im Vorfeld hatte die Veranstaltung für Neugier und großes Interesse in der Geschäftswelt gesorgt. Er lobte die Zusammenarbeit der Beteiligten, die ein sehr lebendiges Bild von der Vielfalt und Bedeutung der Kulturstadt Traunreut vermittelten. Stellvertretender Landrat Sepp Konhäuser hob hervor, dass „die Kultur eine große Rolle für die eigene Identität“ im Landkreis spiele. Das Museum „DASMAXIMUM“ habe deutschlandweit einen hervorragenden Ruf. Durch seine Integrationskraft vereine Traunreut Menschen vieler Kulturen und sei auch in Sachen Kultur im Landkreis führend. ARGE-Vorsitzender Wilhelm Schneider sagte: „Ohne Kultur ist das Leben nicht lebenswert.“ 

Buntes Angebot

Kulturnacht-Koordinatorin Claudia Siemers stimmte die Gäste auf ein „größeres und noch vielfältigeres Programm mit 14 Stationen“ nach dem Start des Projekts im letzten Jahr ein. Nicht zuletzt die zauberhafte Violinmusik bei Ritter Optik und die mitreißenden Jazzklänge der „Mocca Connection“ im benachbarten Cityhaus gaben frischen Schwung für die nächtlichen Kulturbesuche. Mitreißende gute Laune verbreitete Tanzlehrerin Gabi Kernbüchl und ihr großes Team im Möbelhaus Jobst. Tanzrevue, Fitness-Einlagen, Vorführungen der Deutschen Meister von Riddim Cubes und ein Salsa-Workshop zum Mitmachen sorgten für fröhliche Gesichter. 

So war die zweite Traunreuter Kulturnacht

Erfreut über „das große Interesse und die vielen, auch jüngeren Besucher“ bei der Geschichtsführung in der Munastube des Traunreuter Heimathauses zeigte sich Johannes Danner. Die Führung gab spannende Einblicke in den Alltag der Nachkreiszeit und den Aufstieg Traunreuts aus der ehemaligen Munitionsanlage. „Sehr ermutigend“ lautete das Fazit von Museumsleiterin Dr. Birgit Löffler. Rund 100 Besucher hatten die Gelegenheit zur nächtlichen Begegnung mit hochkarätigen Kunstwerken im „DASMAXIMUM“ genutzt. Blütenträume in festlichen Tischarrangements und auf Gemälden von Lotte Stadelberger-Deutschmann zeigte Blumen Wallner. Im Hagebaumarkt präsentierten wiederum Schüler des Johannes-Heidenhain-Gymnasiums ein Projekt, bei dem ein ungenutztes Waldstück in einen lebendigen Zauberwald mit Waldlehrpfad sowie Insektenhotel, Vogelhäuschen, Pilzpuzzle und anderen Stationen verwandelt wird.

Konzert war Höhepunkt

Mit dem Konzept, bereits bekannte Musiker in neuer Form zu präsentieren, traf offensichtlich auch das Kulturzentrum k1 den Geschmack des Publikums. Beim „Mélange Salon“ präsentierten Hans und Veronika Zunhammer zusammen mit Alexander Krins eine ideenreiche Mischung aus Salonmusik, Chansons, Bravourstücken und populären Werken. Etwas bessere Resonanz hätte sich dagegen das Traunreuter Kino erhofft, dass den zweiten Teil von Stefan Erdmanns Chiemgau-Porträt zeigte. Von Besucherzahl und Umsatz her „sehr zufrieden“ äußerten sich der Großteil der Geschäfte der Traunpassage. Mit Glitzergewand, Schwert und orientalischen Klängen verzauberten dort zwei Bauchtänzerinnen der Gruppe „Mediva“ das Publikum, während im stimmungsvoll ausstaffierten Zelt der Wahrsagerin ein schicksalsschwerer Blick in die Karten geworfen wurde. Kunststücke mit einem Ball präsentierte der Zauberer.

Ein echter Höhepunkt war zu später Stunde das Konzert von Margit Roth (Panflöte) und Franz Mitterreiter (Orgel), die in der stimmungsvoll mit Kerzen erleuchteten katholischen Kirche erstmals zusammengespielt haben und die Besucher damit ganz offensichtlich berührt haben. Von Stromausfällen und Regengüssen geplagt, konnten die beiden Feuerwerker von ALPyro auf dem Rathausplatz beim abschließenden Spezialfeuerwerk mit Musik und Flammenwerfern trotz wochenlanger Vorbereitung nur ein reduziertes Programm präsentieren. Dessen Farbenpracht und Effekte begeisterten die Zuschauer allerdings trotzalledem. Leckere Schmankerl präsentierte dazu die Jugendsiedlung. Kulturnacht-Koordinatorin Claudia Siemers zog insgesamt eine positive Bilanz: „Die Resonanz auf die Events war sehr gut, nur die Regengüsse haben uns in Sachen Besucherzahlen einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Fotos/Text: Axel Effner

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