Asylbewerber werden in Turnhallen untergebracht

Notfallplan für Landkreis Traunstein aktiviert

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Traunreut/Chieming - Die Regierung von Oberbayern hat aufgrund der hohen Zugänge kurzfristig den Notfallplan für Asylbewerber auch im Landkreis Traunstein aktiviert.

Die Regierung von Oberbayern hat gestern aufgrund der weiterhin hohen Zugänge kurzfristig für die nächste Woche den Notfallplan für Asylbewerber auch im Landkreis Traunstein aktiviert. In der Landkreis-Turnhalle in Traunreut sowie in der Turnhalle Chieming werden jeweils ca. 150 Plätze für Asylbewerber eingerichtet. Der genaue Ankunftszeitpunkt steht noch nicht fest. Er wird aber voraussichtlich im Zeitraum zwischen 3. und 5. August liegen. Die ersten Vorbereitungen zur Einrichtung der Notunterkünfte werden bereits am Wochenende anlaufen.

Bereits im vergangenen Herbst waren alle bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte zur Ausarbeitung von Notfallplänen zur kurzfristigen Unterbringung von Asylbewerbern aufgefordert worden, um die Erstaufnahmeeinrichtungen im Bedarfsfall zu entlasten. Damals plante der Landkreis Traunstein, 50 Personen kurzfristig in der Turnhalle am alten Traunsteiner Annette-Kolb-Gymnasium unterzubringen. Wegen der stark gestiegenen Zahl ankommender Flüchtlinge muss nun auf größere geeignete Objekte zurückgegriffen werden, wobei der geplante Ablauf der Unterbringung im Prinzip gleichgeblieben ist und seither immer wieder optimiert wurde.

Geregelt sind in der Planung des Landratsamts viele Einzelheiten von der unverzüglichen medizinischen Untersuchung über den Einsatz eines Sicherheitsdienstes, den Schutz der Turnhallenböden, die Ausstattung mit bereits eingelagerten Betten, die Ausgabe der Verpflegung, den Einsatz von Dolmetschern, die Einrichtung sanitärer Anlagen bis zur regelmäßigen Reinigung der Unterkünfte. Alle Asylbewerber, die nach Traunreut und Chieming kommen, werden bereits im sogenannten Ankunftszentrum in München, der ersten Anlaufstation für neu Angekommene, zunächst medizinisch erstuntersucht.

In den Notunterkünften selbst ist das Landratsamt Traunstein für die Verpflegung, die weitere medizinische Untersuchung und Versorgung sowie die soziale Betreuung zuständig. Voraussichtlich bleiben die Asylbewerber 4 bis 6 Wochen – also während der Sommerferien - in den beiden Turnhallen; danach werden sie wieder für den Schulbetrieb freigegeben.

Pressemitteilungen Landratsamt Traunstein

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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