Barrierefreier Umbau der Modellschule in Traunwalchen

Carl-Orff-Grundschule: Neue Akzente durch Inklusion

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Die Schulleiterin der Orff-Grundschule Traunwalchen Gabriela Veil mit MdL Klaus Steiner.

Traunwalchen - Die Carl-Orff-Grundschule ist ein anerkanntes Zentrum zur Pflege der Musikdidaktik im Sinne von Carl Orff. Derzeit sind die Sanierung und der barrierefreie Umbau der Schule in Planung.

Seit Jahrzehnten ist die Carl-Orff-Grundschule Traunwalchen ein europaweit anerkanntes Zentrum zur Pflege der Musikdidaktik im Sinne von Carl Orff. Das bayerische Kultusministerium und das Schulamt Traunstein unterstützen dieses Profil. Vor diesem Hintergrund ist die Schule auch dem Traunsteiner Landtagsabgeordneten Klaus Steiner seit vielen Jahren ein besonders Anliegen. "Der ständige Kontakt mit der Schule ist mir sehr wichtig", betonte Steiner bei seinem ersten Gespräch mit der neuen Schulleiterin Gabriela Veil und dem Vorsitzenden des Fördervereins der Schule, Hans Jobst, in Traunwalchen.

Sanierung und Umbau

Derzeit sind die Sanierung und der Umbau der Schule in Planung, wobei es nach den Worten von Hans Jobst um einen zweizügigen Umbau geht. Sowohl die Schulleiterin als auch der Vorsitzende des Fördervereins äußerten die Hoffnung, dass bei der Neustrukturierung der Räumlichkeiten dem besonderen Auftrag der Orff Schule Traunwalchen weiterhin Rechnung getragen wird. 

Besondere Beachtung fand bei Klaus Steiner die Ankündigung der Schulleiterin Gabriela Veil: "Wir wollen den Umbau barrierefrei gestalten, so dass auch Kindern mit Behinderung der Besuch der Orff Schule möglich ist." Nach Ansicht von Klaus Steiner, der maßgeblich am Gesetz zur schulischen Inklusion in Bayern mitgearbeitet hat, würde dies den Modellcharakter der Schule in Traunwalchen nochmals erheblich erweitern. "Diese Schule ist mit ihrer musikpädagogischen Konzeption von Carl Orff schon jetzt etwas Besonderes. Solch eine Schule mit einem inklusiven Ansatz zu verbinden, wäre eine spannende und mit Sicherheit für alle eine gewinnbringende Kombination".

Das Orff-Schulwerk

Frau Veil und MdL Steiner waren sich einig, dass die Musik für Menschen mit und ohne Behinderung eine besondere Möglichkeit ist, sich auszudrücken, Gefühle wahrzunehmen und in Kontakt miteinander zu treten. "Im gemeinsamen Spiel entwickeln sich musikalische Gespräche. Die Kommunikationsfähigkeit wird erweitert und psychosoziale Erfahrungen können über die Musik intensiviert werden", so Frau Veil. Gerade das Orff-Schulwerk bietet den kreativen Umgang mit den Elementen Musik, Sprache und Bewegung und kann daher für Menschen mit Behinderung eine ideale schulische Ergänzung sein. 

Ein zudem "höchst interessanter Ansatz", wie es Klaus Steiner formulierte, ist die von Hans Jobst ins Spiel gebrachte Tatsache, dass jährlich 2 Lehrgänge des Institutes für Lehrerfortbildung aus Dillingen nach Traunwalchen kommen. Neben den Grundlagen des Orff- Schulwerks könnten hier zusätzlich Erfahrungen im Umgang mit behinderten Kindern im Sinne der Inklusion gemacht werden. "Gerade die Lehrerfortbildung in diesem Bereich ist uns ein großes Anliegen im Landtag". 

Frau Veil, Herr Jobst und Herr Steiner waren sich nach dem Gespräch einig, dass die Kombination aus dem Angebot der Fortbildung, des Orff- Schulwerks und die Idee der Inklusion ein Ansatz ist, der mit Nachdruck weiter verfolgt werden sollte. "Die Traunwalchner Schule ist etwas Besonderes und ein Schatz, den wir hüten müssen," sagte Steiner abschließend.

Pressemitteilung MdL Klaus Steiner

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