WLAN-Offensive im Landkreis Traunstein

Busfahrgäste können bald gratis im Netz surfen

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Bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die Heimatkonferenz im Schloss Pertenstein mit Bürgermeistern und Landräten stellten sich die drei CSU-Politiker Landrat Siegfried Walch (von links), MdL Klaus Steiner und Heimat- und Finanzminister Markus Söder im Bischofszimmer den Fragen der Pressevertreter

Traunreut - Der Freistaat Bayern investiert 120.000 Euro in ein WLAN- Modell-Projekt im Landkreis Traunstein.

Der Freistaat Bayern investiert 120.000 Euro in ein WLAN- Modell-Projekt im Landkreis Traunstein: Spätestens bis zum Beginn der Tourismussaison 2016 sollen zehn öffentliche Busse im Landkreis Traunstein mit WLAN ausgerüstet werden. Das kündigte Heimatminister Markus Söder im

Anschluss an die Heimatkonferenz mit rund 70 Bürgermeistern und Landräten aus den Landkreisen Traunstein, Berchtesgadener Land und Rosenheim auf Schloss Pertenstein an. Da die Busse oft ein junges Publikum ansprächen, sei der Bedarf für WLAN im Bus groß, sagte Söder.

Im Landkreis Traunstein werde man das Projekt starten und testen. Der Zugang soll kostenlos und problemlos mit einer Betätigung der entsprechenden App auf dem Handy möglich sein. Ziel seien aber kostenlose WLAN-Verbindungen in ganz Bayern, die durch den Ausbau von Hotspots in allen Gemeinden erreicht werden sollen. Der Freistaat baue die Hotspots auf und die Gemeinden müssten sich dann nur noch um den Betrieb kümmern. Bis 2020 sollen mindestens 10.000 freie WLAN-Hotspots im Freistaat entstehen. Damit wäre der Freistaat WLAN-Land Nummer Eins in Deutschland. 

Der Landtagsabgeordnete Klaus Steiner und Landrat Siegfried Walch begrüßten es, als Modell-Projekt-Region dabei zu sein. „Wir sind froh dabei zu sein und den Menschen das als sichtbares Zeichen zusignalisieren“, sagte Walch.

In der knapp dreistündigen Konferenz im Orff-Saal hatten sich die Teilnehmer unter anderem auch über Maßnahmen der Landesentwicklung und Digitalisierung in den Regionen ausgetauscht. Klaus Steiner ging aktuell auf den Förderbescheid für den Breitbandausbau in der Gemeinde Reit im Winkl  ein, den der Finanz- und Heimatminister wenige Stunden zuvor an Bürgermeister Josef Heigenhauser übergeben hatte. In Reit im Winkl wird das Almgebiet und bekannte Skigebiet Winklmoos-Steinpatte erstmals mit Glasfaser erschlossen. 

Steiner betonte, wie wichtig der Breitbandausbau für die Industrie und Betriebe sei, gerade auch im nördlichen Landkreis. Nur wo Breitband vorhanden sei, würden Betriebe erhalten und neue entstehen. 

Nach Angaben des Staatsministeriums der Finanzen für Landesentwicklung und Heimat engagieren sich bayernweit rund 92 Prozent aller Kommunen im Förderverfahren. Allein bei den bisher im Ausbau befindlichen Projekten werden über 6000 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt, teilte Söder mit. 

„Wir bringen damit mit unserem bundesweit einmaligen Förderprogramm ganz Bayern an das schnelle Netz." Mehr „Lockerung“ versprach der Minister auch bei der Ansiedlung von Gewerbe und im Bereich des Tourismus´. Vor allem den Gemeinden, die an der Autobahn liegen, sollen bei Projekten mehr Freiraum eingeräumt werden. 

Auch über Flüchtlingskrise gesprochen

Einig waren sich die drei CSU-Politiker darüber, dass die gegenwärtige Asyl- und Flüchtlingssituation eine gewaltige Herausforderung darstelle. Steiner: „ Bayern ist führend bei der Integration - Im Freistaat Bayern gelingt die Integration am Besten.“ Dennoch stehe man aber vor einer enormen Kraftanstrengung. „Wir brauchen eine Obergrenze, eine klare Begrenzung der Zuwanderung“ forderte der Minister. Auf Dauer werde das Land die Zuwanderung nicht mehr schultern können.

Auch Walch sprach sich für eine klare Begrenzung der Zuwanderung aus: „Die Menge an Menschen in so kurzer Zeit ist nicht mehr zu schultern.“ 

ga

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