"LesensArt" feiert 15. Geburtstag

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Autorinnen und Autoren der Literaturzeitschrift präsentieren stolz ihr Werk. (Von links nach rechts: Matthias Wittmann, Melanie Roth, André Preunca, Sofia Köster, Patrizia Trojer, Rebecca Raab)

Traunstein - Die Literaturzeitschrift der FOS/BOS erscheint nun schon seit 15 Jahren. Den Schülern gibt "LesensArt" die Möglichkeit sich ganz persönlich auszudrücken.

Herz, Schmerz, das Wunder der Liebe, grenzenlose Freiheit, aber auch abgrundtiefe Verzweiflung, beißende Gesellschaftskritik und dennoch manchmal augenzwinkernder Humor, der Distanz zu all dem schafft: Diese immer wie­der neu erlebten Grundthemen des menschlichen Lebens und andere mehr finden sich auch heu­er wieder in „LesensArt“, der Literaturzeitschrift der Beruflichen Oberschule Traunstein, die nun schon seit 15 Jahren erscheint. Nur geschieht dies nicht in der Sprache Shakespeares, Goethes oder Rilkes, sondern in den Worten der Schülerinnen und Schüler. Denn so sehr dies schon immer die großen Themen der Menschen sind, so sehr werden sie doch ganz persönlich erfahren und verlangen nach ganz individuellem Ausdruck, denn wer leidet, glücklich ist, sich maßlos ärgert ... ist immer ein Ich, das es noch einmal in eigenen Worten sagen muss. Und vielleicht verste­hen das die Mitschüler besser als Goethe und Schiller, weil es auch ihre Sprache ist ...

Und so beschränken sich die herausgebenden Lehrkräfte auf vorsichtige Korrekturen, was die Rechtschreibung betrifft oder offensichtliche Ausdrucksfehler, immer in Absprache mit dem jeweiligen Autor, damit der Text so zu Papier kommt, wie ihn sich der Verfasser wirklich vor­stellt. Dazu haben die Autorinnen und Autoren jede Freiheit ihre Texte auch mit Grafiken und Bildern auszugestal­ten, was oft zu eindrucksvollen literarisch-bildnerischen Gesamtkunstwerken führt. Das ist ein längerer Prozess, den die Macher der Literaturzeitschrift jedes Mal unterschätzen.

Fertig soll sie eigentlich immer schon zum Halbjahr sein und jedes Mal dauert es fast bis Ostern, bis sie erscheint. Aber das muss wohl so sein, wenn der lebendige, persönliche Ausdruck nicht verloren gehen soll. Und darum geht es, den jungen Menschen „zur eigenen Stimme“ zu verhelfen, wie der Pädagoge Klaus Kießling formuliert. Wenn die Literaturzeitschrift fertig ist, wird sie an der Schule zum Selbstkos­tenpreis ange-boten. Etwa 100 Exemplare finden so jedes Schuljahr begeisterte Leser.

Pressemeldung FOS/BOS Traunstein

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