Neue Lehrkräfte für den Landkreis

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Landkreis - Verstärkung für die Schulen im Landkreis: Hermann Steinmaßl begrüßte 33 neue Lehrkräfte, die nun in ihr Berufsleben starten.

In den Volksschulen des Landkreises Traunstein treten heute 15 junge Lehrerinnen ihren Vorbereitungsdienst an. Sie stehen damit unmittelbar nach ihrem Hochschulabschluss erstmals vor einer Klasse. Ihre erste Bewährungsprobe hinter sich haben dagegen jene 18 Lehrkräfte, die schon seit zwei Jahren Kinder unterrichten und jetzt ihre zweite Staatsprüfung abgelegt haben. Traditionsgemäß wurden sie alle zu Beginn des neuen Schuljahrs am Mittwoch von Landrat Hermann Steinmaßl und Schulamtsleiter Otto Mayer willkommen geheißen. Im Rahmen einer Feierstunde im Großen Sitzungssaal des Landratsamts legten sie ihr feierliches Gelöbnis ab. Für die musikalische Begleitung sorgten Gerti Schwoshuber und Michaela Jungkunz von der Mittelschule Obing, Daniela Göbl von der Grundschule Obing sowie Stefan Starzer, Sozialpädagoge an der Traunsteiner Berufsschule I.

Landrat Hermann Steinmaßl, für den dieser Termin nach eigenem Bekunden zu den schönsten im Jahreslauf gehört, gratulierte den neuen Lehrkräften zu ihrer Berufswahl und wünschte ihnen viel Erfolg bei ihrer Arbeit. Er erinnerte seine Zuhörerinnen und Zuhörer an ihre besondere Verantwortung: „Sie haben die Aufgabe, Menschen in ihrer wichtigsten Lebensetappe zu begleiten.“ Nachdenklich stimmte sein kurzer Ausflug in die Statistik: „1238 Erstklässler in diesem Jahr – das entspricht noch nicht einmal einem Prozent der Landkreisbevölkerung. Vor zehn Jahren hatten wir dagegen noch rund 2000 ABC-Schützen.“ Im selben Zeitraum habe der Landkreis Traunstein sehr viel Geld in die Bildung investiert und damit ein Stück Zukunft gesichert. Junge Menschen müssten eine attraktive Heimat vorfinden, in der sie auch nach ihrer Ausbildung bleiben wollten. Steinmaßl brach erneut eine Lanze für das dreigliedrige Schulsystem: „Wir haben für jeden Arbeit und wir brauchen auch jeden – ganz gleich, welchen Schulabschluss er hat.“

Der Landrat machte besonders jenen neuen Lehrkräften Mut, die aus anderen bayerischen Landesteilen in den Landkreis Traunstein versetzt wurden und sich hier erst einleben müssen. Viele, die zunächst aus rein beruflichen Gründen in den Chiemgau gekommen seien, hätten hier längst eine Heimat gefunden. Nicht ohne Stolz verriet Steinmaßl, dass auch für eine seiner drei Töchter an diesem Tag ein neuer Lebensabschnitt beginne. Sie tritt ihre erste Stelle als Realschul-Lehrerin im Raum Augsburg an.

Schulamtsleiter Otto Mayer führte seinen neuen Kolleginnen und Kollegen eindringlich vor Augen: „Die oberbayerischen Kinder brauchen Sie – ohne Sie könnten Erziehung und Unterricht in Oberbayern nicht gewährleistet werden.“ Mit der Aufgabe des Lehramts untrennbar verbunden seien Verantwortung für die Gesellschaft und für den freiheitlich demokratischen Rechtsstaat. „Erziehung und Bildung sind gerade zur Gestaltung und zum Leben in einer demokratischen Gesellschaft mehr denn je lebensnotwendig“, so Mayer. Zudem ermunterte er den pädagogischen Nachwuchs, Vorbild zu sein: „Bei all der wissenschaftlichen Lehrerausbildung, die sich auf spezielle Fächer und auf Methodenkompetenz konzentriert, scheint uns ein wenig in den Hintergrund getreten zu sein, das erwachsen und mündig werden wesentlich am guten Beispiel, am Vorbild geschieht.“

Pressemitteilung Landratsamt Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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