Bisherige Planungen wieder auf Null

Wie weiter mit dem Jugendzentrum?

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Ein Modell, das von der Bürgerinitiative für einen Neubau des Jugendzentrums ins Spiel gebracht wurde.

Traunstein - Bisher steht nur eins fest: In die alte Güterhalle wird das neue Jugendzentrum nicht kommen. Wie der Stadtrat nun weiter vorgeht ist nach dem Bürgerentscheid völlig offen.

175 Stimmen waren es, die beim Bürgerentscheid am 10. April den Ausschlag gaben: 175 Stimmen, die die Planungen des Stadtrats zum Jugendzentrum nun völlig verworfen haben. Schon im Wahlkampf zum Bürgerentscheid wurde immer wieder über mögliche Alternativflächen zur Güterhalle diskutiert. Auf der jüngsten Stadtratssitzung wurde klar: Bei den Planungen muss wieder ganz von vorne angefangen werden.

"Es ist so viel offen und ungeklärt, da wäre es das beste, in Klausur zu gehen", schlug UW-Stadtrat Kaiser vor. Im Vorfeld zum Bürgerentscheid brachte die CSU immer wieder eine "Jugendmillion" ins Spiel, mit der ein Jugendzentrum gebaut werden sollte: "Ist in dieser Million auch der Grundstückserwerb dabei? Das ist nur eine von vielen Fragen", so Kaiser weiter.

Meinungsverschiedenheiten zeichnen sich wieder ab

Die Bürgerinitiative um Konrad Baur, Maximilian Röde und Isabelle Thaler schlug den Abriss der Güterhalle und ein neugebautes Jugendzentrum auf der dortigen Fläche vor - dies würde schneller gehen und billiger sein, als die Pläne der Stadt. 2018 hätte die Güterhalle soweit umgerüstet sein sollen, weitere 700.000 Euro hätte der Jugendtreff kosten sollen. Nun muss sich die Stadt - laut Bürgerentscheid - um eine noch günstigere Alternative kümmern: "Wir müssen schauen, ob ein günstigerer Neubau überhaupt möglich ist", hieß es vom Grünen Thomas Stadler.

"Wir werden es doch in Gottes Namen schaffen, in zwei Jahren ein Jugendzentrum hinzustellen", war dagegen CSU-Stadtrat Harrecker zuversichtlich. Robert Sattler warnte dagegen vor "Schnellschüssen". Wie auch immer: Das Jugendzentrum wird in Traunstein ein heißdiskutiertes und umkämpftes Feld bleiben. Offen bleibt auch die Zukunft der Güterhalle, denn ihr Abriss war genau genommen nicht Thema des Bürgerentscheids.

So macht der Stadtrat weiter

Wie geht es also weiter? Der Stadtrat einigte sich darauf, im Bahnhofsgelände ein passendes Grundstück zu finden und mit den dortigenEigentümern Kontakt aufzunehmen. Spätestens imJuni will man über Zwischenergebnisse beraten, diese sollen dann weitere Diskussionsgrundlage sein. Außerdem soll ein Übergangsquartier für den jetzigen Jugendtreff in der Höllgasse her: "Vielleicht ergibt sich ja was, dass in den nächsten Monaten schon ein übergangsmäßiger Umzug möglich wäre", so Oberbürgermeister Kegel.

xe

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