Ambitionierte Idee aus Traunstein

Diese 6 Stellen kommen für die Surfer-Welle in Frage

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Traunstein - Das wär was! Eine Gruppe engagierter Traunsteiner hat sich zusammengetan und will eine "stehende Welle" für Surfer am Mühlbach errichten - ganz wie im Münchner Englischen Garten.

Dafür ist München weltbekannt: Die "stehende Welle" im Eisbach im Englischen Garten lockt Surfer und Kanuten aus der ganzen Welt. Geht es nach Hannes Weininger bekommt auch Traunstein bald so ein Highlight. Mit ein paar Mitstreitern kam dem begeisterten Surfer vor gut einem Jahr die Idee: Lässt sich sowas nicht auch am Traunsteiner Mühlbach machen?

Hannes Weininger

Rund 30 Interessierte gibt es inzwischen, die sich zum Kernteam der "Welle" zählen. Es gibt konkrete Planungen und hat verschiedene Standorte ins Auge gefasst und gegeneinander ausgewogen. "Wir stehen halt immer im Konflikt mit der Wasserkraft. Jeder Sprung, jedes Gefälle wäre auch für sie nutzbar", so Hannes Weininger. Doch er ist zuversichtlich: "Wir bekommen von überall her positive Signale."

Sechs potenzielle Standorte (vergleiche Karte)

Die sechs möglichen Standorte für die Welle am Traunsteiner Mühlbach.

1) An der Trift
2) Das Überlaufbauwerk des Mühlbachs
3) An der Salzmanninsel
4) Die "Indoor-Welle" im alten Kraftwerk an der Klosterstraße
5) Am Chiemgau-Gymnasium
6) An der Traun-Einmündung

Man hätte jeweils ein Gefälle von 0,5 bis 0,75 Meter - vergleichbar mit dem Münchner Vorbild. Die kleinsten Umbauten wären wohl am neuen Triftkraftwerk notwendig, die meisten im alten Kraftwerk an der Klosterstraße. Die dortige "Indoor-Welle" wäre aber auch das ambitionierteste Projekt: Europaweit einzigartig und mit einem Gefälle von 1,40 Meter.

Wie funktioniert das ganze?

Das bauliche Prinzip ist einfach: In den Grund würde eine Rampe und eine Prellrampe eingebaut, die ein- und ausklappbar wären. Ist sie ausgeklappt, bildet das Wasser darüber die "stehende Welle". Der Vorteil wäre auch, dass die Welle so, beispielsweise nachts, ganz einfach "auszuschalten" wäre. 

Was würde das ganze kosten?

Weininger und seine Mitstreiter rechnen grob mit Kosten von 100.000 bis 500.000 Euro - je nach Variante. Die günstigste wäre wohl die am Triftweg mit geschätzten 100.000 Euro. Das Geld könnte von Sponsoren oder der Stadt kommen. Für die 2.500 Euro teure Machbarkeitsstudie hat Oberbürgermeister Kegel bereits finanzielle Unterstützung zugesagt. 

Die nächsten "stehenden Wellen" finden sich in Salzburg (Almkanal), München, Plattling, Augsburg und Graz - sie alle sind Magneten für Surfer und Zuschauer. Erste Gespräche mit der Stadt, den Stadtwerken und der Mühle habe es bereits gegeben - wenn alles glatt läuft, könnte auch in Traunstein bald gesurft werden.

Das Salzburger Beispiel im Video

xe

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