Diskussion in Traunstein

Alkohol im neuen Jugendtreff: Kann das gutgehen?

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In den Räumen des ehemaligen Cafés wird der Traunsteiner Jugendtreff zusätzliche Räume bekommen.

Traunstein - Eine Zwischenlösung für die Räume des Jugendtreffs ist inzwischen gefunden, doch eine Frage konnte noch nicht geklärt werden: Sollen die Jugendlichen dort Bier bekommen? *Mit Voting*

Fragt man die Verantwortliche für den Traunsteiner Jugendtreff, wäre das Votum eigentlich klar: "Im Rahmen eines pädagogischen Konzepts sollte man Alkohol gemäßigt und kontrolliert zulassen. So lernen die Jugendlichen ein vernünftiges Trinkverhalten", meinte Stadtjugendpflegerin Petra Breutel am Rande der Hauptausschusssitzung am Dienstag. Doch viele der Stadträte waren eher anderer Meinung.

Vorgesehen wäre, dass nur Jugendliche, die mindestens 16 Jahre alt sind, immer an den Freitagen zwischen 19 und 22 Uhr auch bis zu zwei Bier bekommen könnten - natürlich unter der Aufsicht Erwachsener. Doch gut möglich, dass die Pläne so nicht durchkommen werden: Der Hauptausschuss sprach sich mit 6:3 Stimmen prinzipiell gegen den Alkoholausschank aus. Entscheiden wird letztendlich der Stadtrat in der kommenden Woche.

Angst vor Konsequenzen "wenn was passiert"

"Ich bin da strikt dagegen. Im Jugendtreff 'Saftladen' von St. Oswald gibt es auch keinen Alkohol und das funktioniert bestens", meinte Stadträtin Christa Fuchs. "Junge Menschen schaffen es doch immer irgendwie, auch noch an ein drittes oder viertes Bier zu kommen", war auch Christian Hümmer ähnlicher Meinung. Viele fürchteten auch Konsequenzen, falls nach dem Jugentreff-Besuch alkoholbedingt etwas passiere. 

Anderer Meinung war dagegen Jugendreferent Thomas Stadler: "Auch auf dem Frühlingsfest oder im Fasching werden die Jugendlichen ja mit Alkohol konfrontiert. Die Problematik bleibt, auch wenn wir uns heraushalten. Die Herausforderung ist es ja, den jungen Leuten beizubringen, wie sie mit Alkohol umgehen sollen." Auch Oberbürgermeister Kegel sprach sich vorsichtig für eine dreimonatige Testphase aus und verwies auch auf das Jugendschutzgesetz: Bier, Wein oder Sekt darf an Jugendliche ab 16 schließlich überall verkauft werden. 

xe

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