Hochmodernes Verfahren im Klinikum Traunstein

3D-Technologie im OP bringt große Vorteile mit sich

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Traunstein - Den zahlreichen Patienten kann nun eine hervorragende 3D-Technologie geboten werden. Besonders bei Kindern und Säuglingen ist dies vorteilhaft, da sie präzisere Eingriffe ermöglicht.

Traustein ist das führende Klinikum in Bayern

Eltern kommen mit ihren Kindern aus ganz Deutschland in das Klinikum Traunstein, um diese hier minimal-invasiv behandeln zu lassen - nun bietet ihnen die Kinderchirurgie und Kinderurologie Südostbayern ein weiteres hochmodernes Verfahren an: "Dank der Unterstützung der Dr. Johannes Heidenhain-Stiftung können wir eine Vielzahl unserer Operationen mit Hilfe der 3D-Laparoskopie durchführen", freut sich Dr. Bernd Geffken, Ärztlicher Leiter der Kinderchirurgie und Kinderurologie Südostbayern. 

Die hochauflösende dreidimensionale Darstellung habe gerade während eines Eingriffs bei Säuglingen und Kindern große Vorteile. "Wir führen nahezu alle Eingriffe, egal, ob an Lunge, Speiseröhre, Bauchraum, der Nieren und der Blase minimal-invasiv durch", erklärt Dr. Bernd Geffken. 

Die Kinderchirurgie und Kinderurologie Südostbayern führe wesentlich mehr dieser Operationen durch als jede Uni-Klinik in Bayern, und habe nicht nur in Punkto Anzahl der Operationen, sondern auch deren Niveau einen führenden Rang in Bayern und darüber hinaus.

Dr. Johannes Heidenhain-Stiftung ermöglicht die neue Technologie

Ihre OP-Verfahren stellen Dr. Geffken und seine Kollegen Dr. Andreas Hofbauer und Dr. Marc Jorysz regelmäßig auch Kollegen auf nationalen und internationalen Kongressen vor. Dass sie nun von der zwei- auf die dreidimensionale Darstellung des Eingriffs im OP umsteigen konnten, verdanken sie einem vor drei Jahren gestellten Antrag bei der Dr. Johannes Heidenhain-Stiftung in Traunreut.

Die Stiftung unterstützte die Finanzierung dieser weltweit modernsten 3D-Technologie mit seinen 32-Zoll-Monitoren. Nach einem Umbau des Operationssaals sorgt ein zweiter mobiler Bildschirm von der Decke des Operationssaals für optimale Bedingungen am Operationstisch: Ärzte und OP-Schwestern können nun wesentlich ergonomischer arbeiten und so eine frühzeitige Ermüdung vermeiden.

Verbesserte Arbeits- und Operationsmethoden

Die Ärzte sehen auf dem großen Monitor eine hochaufgelöste, räumliche Darstellung des Operationsgebietes. Dieses ist bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern naturgemäß sehr klein. Ob Harnleiter, Niere oder andere Organe im Bauchraum: meist spielt beim Eingriff jeder Millimeter eine Rolle.

"Wir haben bei Kindern viel weniger Platz, ihr Gewebe ist auch viel empfindlicher", so Dr. Geffken. Brachte eine Lupenbrille dem Operateur eine dreifache Vergrößerung, so beträgt diese beim 3D-Monitor das Zwanzigfache. "Dies ermöglicht uns noch viel präzisere Eingriffe, weil wir die feinen Strukturen perfekt erkennen können", sagt der erfahrene Kinderchirurg. 

Durch die nur drei Millimeter langen Hautschnitte hätten die kleinen Patienten nach der Operation weniger Schmerzen und würden sich noch schneller erholen. Laparoskop, also Spezial-Endoskop, und Video-System sorgen also buchstäblich für eine neue, eben weitere Dimension bei der Schlüsselloch-Technik im Operationssaal. 

In diesem operieren die Ärzte der Kinderchirurgie und Kinderurologie Südostbayern eine Vielzahl von Erkrankungen, diese reichen von der Entfernung des Blinddarms bis zu hochkomplexen Eingriffen im Bereich der Brust- und Bauchhöhle.

3D-Technologie vom Säugling bis zum Erwachsenen möglich

Ihr jüngster Patient, bei dem durch den Einsatz der minimalinvasiven Chirurgie eine Darmfehlbildung am ersten Lebenstag erfolgreich operiert wurde, hat gerade einmal 2.200 Gramm gewogen

Bei speziellen Fragestellungen können die Patienten aber auch im Erwachsenenalter sein. So kam jüngst ein junger Mann für einen nötigen Eingriff an der Niere wieder, weil er seine Jahre zurückliegende Operation auf der Gegenseite durch Dr. Geffken noch in so guter Erinnerung hatte.

Pressemeldung Kliniken Südostbayern AG - Klinikum Traunstein

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