Doch noch keine Abstimmung im April

Zukunft des "Kafka": Entscheidung verzögert sich

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Traunstein - Seit Monaten muss der Club "Kafka" um seine Zukunft bangen: Nun wurde bekannt, dass der Bauausschuss der Stadt nicht mehr im April entscheiden wird. Ein Lärmgutachten lässt noch auf sich warten.

Die Entscheidung, wie es mit dem Club "Kafka" - und damit mit einem wichtigen Teil des Traunsteiner Nachtlebens - weitergeht, verzögert sich. Der Betreiber "Monta Music" hat seinen Antrag auf Nutzungsänderung zur Vergnügungsstätte längst eingereicht, doch ein in Auftrag gegebenes, externes Lärmgutachten lässt noch auf sich warten.

Ursprünglich war damit zu rechnen, dass der Bauausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, den 14. April über die Zukunft des "Kafka" entscheiden wird. Wegen der Verzögerung beim Lärmgutachten wird das Thema aber frühestens in der übernächsten Sitzung am 4. Mai auf die Tagesordnung kommen, bestätigte Traunsteins Pressesprecherin Carola Westermeier auf Nachfrage.

Für den Betrieb des Kafka ändert sich durch die Verzögerung derweil nichts: Bis zur Entscheidung der Stadtverwaltung kann der Club weitermachen wie gewohnt.

UPDATE 16.05 Uhr: Stellungnahme der JU Traunstein

Das Thema der möglicherweise fehlenden Nutzungserlaubnis für den Betrieb im wurde bisher noch in keiner Ausschuss- oder Stadtratssitzung diskutiert, sondern blieb bisher auf den Schreibtischen des Oberbürgermeisters und der Stadtverwaltung hängen. 

Eigentlich sollte sich dies nun ändern, nachdem dem Betreiber mitgeteilt wurde, dass über eine beantragte Nutzungsänderung am 14.04.16 im Bauausschuss beraten werden sollte. Allerdings steht dieses Thema nun doch nicht auf der Tagesordnung. Grund der erneuten Verzögerung sei ein zusätzliches Lärmschutzgutachten, das noch nicht fertiggestellt sei. Das vom Betreiber geforderte Lärmschutzgutachten liegt jedoch seit einigen Wochen dem Oberbürgermeister und allen Stadträten vor. „Aus dem Schreiben des gesetzlich anerkannten Gutachters geht eindeutig hervor, dass sämtliche, geforderten Grenzwerte im regulären Betrieb eingehalten werden“, erläutert JU Kreisvorsitzender Konrad Baur. 

Nach den Ergebnissen des Gutachtens wäre sogar eine entsprechende Nutzungsänderung überhaupt nicht mehr nötig, so Baur. „Es hinterlässt schon einen faden Beigeschmack, wenn nun durch den Oberbürgermeister ein zweites Gutachten in Auftrag gegeben wird, da das erste offenbar Ergebnisse lieferte, die nicht in die Argumentation passten.“ Unabhängig von den entstehenden Mehrkosten für ein zweites Gutachten, kritisiert die Junge Union im Landkreis Traunstein vor allem aber auch die Informationspolitik der Stadtverwaltung: „Die Entscheidung über die weitere Nutzung ist für den Betreiber von existentieller Bedeutung. Warum man als Betreiber über die Presse von einer erneuten Verzögerung in dieser Entscheidung erfahren muss, bleibt völlig unverständlich“. 

Es gehe hier ja nicht nur um ein paar Leute, die gerne feiern wollen, sondern vor allem geht es um den Fortbestand eines Traunsteiner Gewerbesteuerzahlers mit mehreren Dutzend Angestellten, kritisiert Konrad Baur. Die Junge Union fordert deshalb eine transparente und vor allem zeitnahe Entscheidungsfindung um Gästen und Anwohnern aber auch den Betreibern der jeweiligen Lokale Planungssicherheit zu geben. Der aktuelle Prozess der Verzögerungstaktik lässt nur den Schluss zu, dass man nun fieberhaft nach dem Haar in der Suppe sucht, wo doch gar keines da ist.

xe/Pressemeldung JU Traunstein

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