Eröffnung der Ausstellung in Traunstein:

"Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München"

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Traunstein - Die Wanderausstellung "Verehrt - verfolgt - vergessen: Opfer des Nationalsozialismus beim FC Bayern München" wurde am Donnerstag im Stadtplatz 25 von Vorstandsmitglied Michael Griesbeck eröffnet.

Bei der gut besuchten Eröffnung der Ausstellung "Verehrt - verfolgt - vergessen: Opfer des Nationalsozialismus" beim FC Bayern München am Donnerstagabend im Stadtplatz 25 ging Vorstandsmitglied Michael Griesbeck bei seiner Ansprache besonders auf die Beweggründe, diese Ausstellung nach Traunstein zu holen, ein.

Sie eignet sich wunderbar, um über den Fußball Geschichte auf ganz besondere Art und Weise zu vermitteln und den Zugang zu den Themen Holocaust, Rassismus und Ausgrenzung zu erleichtern. Fanclubvorstand Maxi Burghartswieser erklärte, dass vor allem die Ultras des FC Bayern, die "Schickeria München" vor rund acht Jahren maßgeblich dazu beitrugen, dass das Team des Vereinsmuseums "Erlebniswelt" gemeinsam mit dem Archiv der KZ-Gedenkstätte Dachau die Geschichte der jüdischen Opfer aufarbeitete.

56 verfolgte Vereinsmitglieder stehen im Mittelpunkt stehen

Der FC Bayern ist und war schon immer ein weltoffener und liberaler Verein. Bereits im Jahr 1913 wurde Kurt Landauer – ein echter Urbayer aus München mit jüdischen Wurzeln – zum Präsidenten gewählt. Später trat er aufgrund des Drucks durch die Nazis freiwillig von seinem Amt zurück, "um weiteren Schaden vom FC Bayern abzuwenden". Griesbeck und Burghartswieser verzichteten bewusst auf eine Führung durch die Ausstellung, da die Texte und Bilder für sich sprechen.

Mit der Thematik setzt sich jede Person anders auseinander, jeder kann die Geschichte für sich bewusst wirken lassen. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 56 Vereinsmitglieder, die aus religiösen oder politischen Gründen fliehen mussten oder deputiert wurden, darunter unter anderem Ehrenpräsident Kurt Landauer. Sichtbar wird auch, welche Rolle der FC Bayern München zu dieser Zeit eingenommen hat und welche Bedeutung die Weiterführung der Erinnerung bis in die Gegenwart hat.

Eröffnung der Ausstellung beim FC Bayern Fanclub

Hopfner: "Wir dürfen die Namen der Opfer nicht vergessen!"

Die Wanderausstellung war bis Mai in der Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau zu besichtigen. FC Bayern Präsident Karl Hopfner erklärte bei der damaligen Eröffnung der Ausstellung, dass diese Ausstellung "beispielhafter Geschichtsunterricht ist, und die Namen der Opfer nicht vergessen werden dürfen".

Der FC Bayern München Fanclub Rot-Weisse-Traun Traunstein e. V. machte nun von der Möglichkeit der kostenlosen Ausleihe Gebrauch und holte die Ausstellung auf Initiative von Vorstandsmitglied Michael Griesbeck in die Große Kreisstadt. Die Ausstellung im Stadtplatz 25, direkt neben dem Traunsteiner Jacklturm, ist noch bis einschließlich kommenden Sonntag täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Pressemitteilung FC Bayern Fanclub Rot-Weisse-Traun Traunstein e.V.

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