Ferienprogramm - Einblick in die Polizeiarbeit

Zu Besuch bei der Traunsteiner Polizei

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Traunstein - Polizeiauto, Fingerabdruck, Gefängnis - bei der Führung durch die Polizeiinspektion bekamen die Kinder aus dem Landkreis alles gezeigt, was sie über die Arbeit der Polizei schon immer einmal wissen wollten:

Am Dienstag den 9. August gehörte der Nachmittag bei der Polizei den Ferienkindern. Der Präventionsbeamte der Traunsteiner Polizei, Martin Neuhauser, und seine Kollegen von den verschiedenen Dienststellen in Traunstein konnten den Kindern einen tiefen Einblick in die Vielfalt der Polizeiarbeit geben. Sogar eine echte Spitzensportlerin wurde bei der Begrüßung vorgestellt. Die Biathletin Stefanie Scherer ist seit kurzem bei der Bayerischen Polizei. Im Rahmen ihrer Ausbildung leistet sie derzeit ein Praktikum bei der Traunsteiner Polizeidienststelle ab.

Etwa 100 Kinder aus der Großen Kreisstadt Traunstein, den Gemeinden Surberg, Grabenstätt, Vachendorf und Siegsdorf waren im Rahmen des Ferienprogramms bei der Polizei in Traunstein zu Besuch. Sogar aus Bielefeld war ein Mädchen dabei. Dort in Nordrhein-Westfalen beginnt die Schule schon nächste Woche wieder.

Die Vielfalt der Polizeiarbeit

Bei der Polizei angekommen wurden die Kinder zuerst einmal begrüßt. Mit einem Film der Nürnberger Polizei kam die richtige Einstimmung. Da wurde gezeigt, wie der Polizeihubschrauber eingesetzt wird und wie der Polizeihund einen Räuber fangen kann. Auch viele weitere Aufgaben der Polizei wurden in dem Film gezeigt, etwa die der Wasserschutzpolizei und der Einsatzzentrale.

Im weiteren Verlauf erfuhren die Kinder bei der Kriminalpolizei vom Chef des Kommissariats "K7-Spurensicherung" vieles über Fingerabdrücke und auch mit welchen Mitteln man sie sichtbar machen kann. Da wurde auch gezeigt, was alles zu einer erkennungsdienstlichen Maßnahme gehört und wie so etwas durchgeführt wird. Die Kriminalpolizei hat dafür ein eigenes Zimmer mit Kameras.

Waffen sind gefährlich

Der Lehrsaal war der Raum, in welchem von einem Ermittlungsbeamten allerlei beschlagnahmte Waffen, fast alles verbotene Waffen, vorgezeigt wurden. Die Kinder hörten auch, dass die Polizei über oft täuschend echte "Spielzeugwaffen" gar nicht glücklich ist. Der Beamte meinte, die Kinder sollten sich lieber aus Holz etwas schnitzen und mit Farbe oder sonst irgendwie verzieren. Für ein Spiel sollte es so auch genügen. Der Polizeibeamte sprach auch davon, dass Schreckschusswaffen in Wahrheit nicht den Schutz bieten, den sich mancher vielleicht davon verspricht. "Waffen sind gefährliche Dinge - nicht selten tut man sich damit versehentlich selber weh", meinte der Polizist.

Polizeiautos begeistern

Die leistungsstarken Einsatzfahrzeuge waren natürlich eine Sensation. Da wurden beispielsweise ein schneller BMW und ein Motorrad gezeigt. In der Tiefgarage stand auch ein Gefangenenbus. Die Mädchen und Buben erfuhren auch etwas über die Einsatzleitung und die Ausstattung der Streifenwagen. Ein paar Schüler erlebten im Keller der Polizeiinspektion auch mit, wie es sich anhört, wenn eine Zellentüre ins Schloss fällt und dann auch noch mit dem großen Schlüssel verschlossen wird.

Der "Fellige Kollege"

Polizeihundeführer Karl Loewe zeigte seinen Hund "Kairo" in der Tiefgarage vor. Der Präventionsbeamte Martin Neuhauser hatte extra die Tiefgarage wegen des Regens freigeräumt. Der "fellige Kollege" konnte einiges zeigen. Beeindruckt waren viele, wie gut der Hund seinem Herrn gehorcht. Spannend war dann die Suche nach Sprengstoff. Der Hundeführer hatte in einem Auto ein kleines Packerl versteckt. Es hat nur Sekunden gedauert und der Diensthund wurde fündig. 

Zum Tag bei der Polizei gehörte natürlich auch ein Besuch im Schießkino. Auf der Leinwand schwirrten Bälle herum und es wurde auch ein kurzer Übungsfilm gezeigt. Bei der Gelegenheit sahen die Kinder auch, welche Waffen die Polizei hat und was ein Polizeibeamter so alles mitführen muss, wenn er auf Streife geht. Sie lernten die verschiedenen Schutzwesten der Polizisten kennen. Einige der Westen waren schon ziemlich schwer.

Vielleicht wird eines der Schulkinder ja selbst einmal ein Polizist und beschützt dann auch die Menschen. Der Beruf ist schließlich interessant und vielfältig.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © Polizeiinspektion Traunstein

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