Frischer Wind in der Marienstraße

Zwei junge Typen, zwei Ideen und zwei völlig neue Läden

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Berni Aicher (links) und Andreas Gerl vor ihren Läden in der Marienstraße.

Traunstein - Er war über Jahre eines der dunkelsten Ecken der Innenstadt: Der Innenhof des ehemaligen Technikhändlers "Schürnbrand". Zwei junge Traunsteiner sorgen hier nun für neues Leben.

Es tropft und bröselt noch, wenn Berni Aicher durch seine künftigen Geschäftsräume führt. In gut zwei Wochen will er aber mit seinem neuen Laden fertig sein: Skateboards, Graffiti-Bedarf, Klamotten und Snowboards. Sein Kollege nebenan ist schon einen Schritt weiter. Seit Anfang November führt Andreas Gerl nun sein Geschäft für Film-Merchandising

Frischer Wind im heruntergekommenen Innenhof

So sah der Innenhof noch im August 2015 aus. 

Die beiden jungen Traunsteiner haben dafür gesorgt, dass in der Marienstraße - das traditionelle Sorgenkind der "Einkaufsstadt Traunstein" - wieder ordentlich frischer Wind weht. Der Schürnbrand-Innenhof war nun über fünf Jahre verwaist, die Räume heruntergekommen. Nun: Ein roter Teppich, belebte Schaufenster, ein blinkendes "Open"-Schild an der Tür.

Im Innenhof links sieht es auf den ersten Blick noch aus wie früher, "aber ich habe seit Oktober wirklich schon Vollgas gegeben", so Berni Aicher. Der 30-Jährige hat in den vergangenen zehn Jahren vom Snowboarden gelebt, hat unter anderem Snowparks im Allgäu und in Russland gebaut oder Snowboard-Touren organisiert, kam in der ganzen Welt herum. Jetzt das neue Projekt in seiner Heimatstadt.

Snow- und Skateboards im "Dope Shit"

"Über die Jahre habe ich viele Kontakte in die Snowboard- und Skaterszene geknüpft. Ich werde jetzt zum Beispiel mit Künstlern aus Stuttgart zusammenarbeiten, die mir die Decks individuell gestalten", so Aicher. Die Ausrüstung für die beiden Sportarten wird bei ihm im Fokus stehen - und er betont: "Jeder mit guten Ideen oder coolen Klamotten, kann seine Sache hier reinhängen und verkaufen." 

Fotos: Zwei neue Läden in der Traunsteiner Marienstraße

Klappt das, vom aktiven Boarder zum erfolgreichen Geschäftsleiter? "Ich habe die ganze Welt schon ohne Kohle bereist, da funktioniert das auf alle Fälle", lacht Berni Aicher. Die Geschäftsidee treibt ihn schon seit sieben Jahren um - jetzt sieht er seine Zeit gekommen. Am 17. Dezember will er aufsperren. "Dope Shit" wird der Laden heißen - "Geiler Scheiß".

"Nerd-Stuff" in der "Figurenschmiede"

Direkt nebenan sorgt derweil Andreas Gerl dafür, dass der Innenhof schon wieder hell erleuchtet ist. Seit Anfang November führt er nun die "Figurenschmiede Traunstein": Ein Laden voll mit Merchandise-Artikeln aus Film und Fernsehen. Pokemon, Batman, Star Wars oder Figuren aus Serien wie "The Walking Dead" oder "Game of Thrones" hat er zum Verkauf - darüber hinaus auch die passenden Klamotten oder Sammelkarten. 

"Das ist alles Importware und gibt's ansonsten nur im Internet", sagt Gerl. Der nächste vergleichbare Laden steht in München. Mit der Materie kennt sich der Traunsteiner aus: Seit 2000 hatte schon einen Online-Shop für "Nerd-Stuff", wie er es zusammenfassend nennt. "Natürlich ist das eine Nische, aber es gibt hier Sachen, die es im normalen Spielzeuggeschäft einfach nicht gibt", so Andreas Gerl - und Spielzeuggeschäfte sind in Traunstein inzwischen ohnehin Mangelware geworden. 

xe

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Kommentare

greifffffAntwort
(1)(0)

richtig absolut richtig

IronieAntwort
(0)(0)

Wem das Gebäude mittlerweile gehört, weiß ich nicht! Aber in der Marienstraße für Stellplätze zu sorgen, das ist zweifellos Schikane! Da dürfte kein Geschäft eine Zulassung bekommen, weil ohnehin viel zu wenig Parkplatz besteht. Da müsste der Eigentümer wohl eine Tiefgarage bauen, wie es an der neuen Apotheke "am Stadtpark" geschehen ist. Obwohl ich nicht weiß, ob da auch Kunden parken dürfen! Nur, auch im Nachhinein dürfte so ein Unterfangen schwierig zu verwirklichen sein. Mit dieser Stellplatzforderung werden sicher auch andere Firmen Probleme haben. Dieser Zwang steht in keinem Verhältnis zu dem Schaden den dieser anrichtet. Attraktive Geschäfte lassen sich das nicht bieten, haben es aber auch nicht nötig und wandern ab. Wen wundert es wenn eine Innenstadt Dank dieser Methoden ausblutet.................?

greifffffAntwort
(0)(0)

weiß jetzt wem das Gebäude gehört, also am Geld zum umbau liegt es nicht und nötig hat er die Vermietung auch nicht, geht angeblich um das nachweisen von parkplätze!? habe ich gehört ,wie gesagt gehört,

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