Pinweis-Anfrage zu Traunsteiner Kirchen

Wegen Vandalismus und Verschmutzung geschlossen

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Ließen sich genügend freiwillige finden, könnte die Kirche öfters öffnen.

Traunstein - Mitten im Grün des Stadtparks liegt die Kirche "St. Georg und Katharina" - doch aus Angst vor Vandalismus traut sich Pfarrer Lindl kein dauerhaftes Öffnen. 

Eine frisch restaurierte Gnadenmadonna steht in der Kirche St. Georg und Katharina im Traunsteiner Stadtpark: "Mit neuem Kleid und Mantel", wie eine unserer Leserinnen im Meldeportal Pinweis anmerkt: "Sie stammt im Kern aus der Hochgotik und soll für Bürger und Touristen zugänglich sein." Doch warum kann die Kirche nicht geöffnet werden?

Wir haben bei Pfarrer Georg Lindl nachgefragt. Der Grund ist ernüchternd: "Als die Kirche vor gut zehn Jahren schon einmal geöffnet war, hatten wir es immer wieder mit Vandalismus und fatalen Verschmutzungen zu tun", so der Stadtpfarrer. Außerdem vermutet er, dass die Besucherfrequenz zu gering wäre, dass sich ein dauerhaftes Öffnen lohne. 

St. Oswald "zur öffentlichen Toilette verkommen"

"Natürlich gibt es eine Spannung zwischen den Argumenten, dass eine Kirche jedem offen stehen sollte und diesen Gründen", weiß Lindl. Aber er befürchtet, dass auch wegen der versteckten Lage zwischen den vielen Bäumen im Stadtpark die Leute nicht "sinnvoll mit der Einrichtung umgehen würden". Zumindest vier Mal im Jahr wird "St. Georg und Katharina" für Abendmessen an Sonntagen geöffnet, auch an den Traunsteiner Rosentagen waren die Türen offen. 

Vandalismus in der Kirche? Kein Einzelfall. Auch St. Oswald am Stadtplatz, Traunsteins größte Kirche, wird immer wieder Opfer von Sachbeschädigungen. Der Pfarrer berichtet beispielsweise von einem Kreuz, das in der Kirche zertrümmert worden sei. Der Schaden betrug mehrere tausend Euro: "Außerdem ist die Nordseite von St. Oswald schon öfter zur öffentlichen Toilette verkommen."

Geschlossene Kirchen? Es geht auch anders

Wie es aber auch gehen kann zeigt das Beispiel des Ettendorfer Kircherls: Hier fand sich ein "Helferkreis" von zehn Personen zusammen, der die Kirche zwischen Ostermontag und Ende Oktober jeden Sonntag zwischen 14 und 16 Uhr aufsperrt: "Wenn es genügend Leute gäbe, die auch die Kirche im Stadtpark während gewisser Öffnungszeiten beaufsichtigen würden, gebe ich ihnen gerne den Schlüssel", so Pfarrer Georg Lindl.

xe

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