Maxstraßen-Sperrung nun doch kürzer als geplant

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Traunstein - Die Ladenbesitzer haben Existenzängste: Der Hausabbruch in der Maxstraße läuft in vollen Touren - doch die Vollsperrung wird eher beendet als ursprünglich gedacht! *UPDATE*

Update 16.10 Uhr:

Wie die Stadt Traunstein nun mitteilt, wird die Vollsperrung der Maxstraße nun doch keine vollen drei Wochen dauern. Nicht erst ab 19. Juni, sondern bereits ab Mittwoch, 17. Juni, wird die Straße wieder befahrbar sein. "Die Abbrucharbeiten sind nun soweit fortgeschritten, dass sie mit einem kleineren Bagger fortgesetzt werden können. Dadurch kann eine Aufhebung der Vollsperrung erfolgen", schreibt die Stadt. Jedoch wird bis voraussichtlich Anfang Juli weiterhin eine halbseitige Sperrung notwendig sein.

Unser Artikel vom Vormittag

"Überrumpelt und übergangen" fühlten sich Anwohner und Geschäftsleute in der Maxstraße. Zu schnell fiel ihrer Meinung nach die Entscheidung der Stadt, die Straße wegen Abbrucharbeiten komplett zu sperren. Ein alternativer Abbruch über die Au wäre laut Stadtverwaltung nicht möglich gewesen, die Vollsperrung also unumgänglich. Befürchtet wurden Umsatzeinbußen bis zu 60 Prozent bei den Ladeninhabern und ein zusätzliches Verkehrschaos in Traunstein.

Seit 1. Juni gilt nun die Sperrung. Inzwischen tut sich ein großes Loch in der geschlossenen Fassade in Richtung Südosten auf. Drei Wochen gab die Stadt dem Abbruchunternehmer Zeit - denn mit 19. Juni beginnen außerdem auch die Traunsteiner Rosentage. Bis dahin soll die Einkaufsstraße schlechthin in der Großen Kreisstadt wieder befahrbar sein. Die Zeit drängt: Täglich wird von 7 bis 20 Uhr abgerissen und gebaggert - mit den Anwohnern wurden die langen Arbeitszeiten eigens abgesprochen.

Fotos: Hausabbruch und Vollsperrung in der Maxstraße

Statische Gründe für U-förmigen Abbruch

Bis zum ersten Stock des ehemaligen Trepl-Gebäudes hat sich die Baggerschaufel schon vorgearbeitet. Wie zu einem U wurde die Fassade inzwischen abgerissen. Der bogenförmige Abbruch hat statische Gründe: Die seitlichen Wände des ehemaligen Trepl-Hauses müssen zur Stabilisierung erst einmal stehen bleiben, andernfalls würden die Querkräfte der anliegenden Häuser auch deren Halt gefährden. Bevor es also an die seitlichen Wände geht, müssen eigens Stahlprofile zwischen den Anliegerhäusern eingezogen werden. Dieses sogenannte Raumfachwerk kann schließlich die Querkräfte der Nebenhäuser abfangen, der Abbruch kann erst dann ungefährdet fortgesetzt werden. Doch soweit ist man in der Maxstraße noch lange nicht.

Das befürchtete Verkehrschaos in Traunstein scheint durch die Maxstraßensperrung aber nicht größer geworden, als es wegen der Arbeiten am Klosterberg ohnehin schon war. Auch die Kunden bleiben den Läden in der Maxstraße nicht ganz fern: "Noch haben wir es nicht so zu spüren bekommen", heißt es beispielsweise beim Jeans-Laden Feikus. Aber für eine Bilanz ist es ohnehin noch zu früh. Über eins würde man sich aber ganz bestimmt freuen bei den Maxstraßlern: Wenn die vielen Baustellen-Schaulustigen auch den Gang in die Geschäfte wagen würden.

xe

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser