Bürgerentscheid zur Güterhalle am 10. April

Bürgerinitiative stellt Pläne für Neubau vor

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die Stadt hat am Gebäude der ehemaligen Güterhalle ein großes Fassadenbanner angebracht. Das Banner zeigt auf fast 24 Meter Länge wie die sanierte Güterhalle mit einem modernen Jugendzentrum einmal aussehen soll. Ein zusätzliches Transparent zeigt weitere Innen- und Außenansichten des geplanten Jugendzentrums.

Traunstein - Am Sonntag, 10. April, entscheiden rund 15.900 Wahlberechtigte über die Sanierung der Güterhalle zur Schaffung eines Jugendzentrums. Nun haben sich die Initiatoren dazu geäußert.

In knapp zwei Wochen wird der Bürger entscheiden können: bleibt die alte Güterhalle stehen und wird saniert zur neuen Heimat der Jugend, oder sollte besser ein bedarfsgerechter Neubau im Bahnhofsgelände realisiert werden? Die Stadtverwaltung setzt seit einigen Tagen in einer Ausstellung über die Sanierungsplanung laut OB Kegel auf „die Kraft der Bilder“. Nach sechs Jahren bekommen die Traunsteiner Bürgerinnen und Bürger somit zum ersten mal eine konkrete Vorstellung davon was genau mit der Güterhalle passieren soll - zumindest zu einem Drittel.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens für einen Neubau des Jugendzentrums mit gleichzeitigem Abriss der Güterhalle stellen sich am kommenden Samstag erneut am Infostand am Maxplatz für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

„Zwei Drittel der Flächennutzung ist weiterhin völlig unklar. Das bleiben uns die Sanierungsbefürworter seit Jahren schuldig“, kritisiert Isabelle Thaler. Nun ‚mit der Kraft der Bilder‘ von genau diesen Fragen abzulenken zeige, wie unausgegoren das gesamte Konzept sei. Dennoch stehen die Initiatoren des Bürgerbegehrens für einen Neubau des Jugendzentrums der Stadtverwaltung in nichts nach und präsentieren nun Ihrerseits konkrete Vorstellungen von der Umsetzung eines modernen Jugendzentrums. „Dabei haben wir uns vor allem an den Vorgaben des Bayerischen Jugendrings, Wünschen er Jugendlichen und auch an Vergleichsobjekten im Umkreis orientiert“, erläutert die Mitinitiatorin. Ein Neubau soll nach Vorstellungen der Initiatoren an selber Stelle realisiert werden. „Es wäre doch unsinnig einen neuen Standort erst noch zu suchen, wenn durch das Güterhallengelände schon eine hervorragende Fläche in städtischem Besitz ist“, so Thaler.

Natürlich habe man sich mit den nötigen Abständen zur Bahn beschäftigt und ermittelt, dass ein entsprechender Neubau ohne weiteres möglich sei. Durch die mehrstöckige Ausführung sind vor allem eine bessere Jugendarbeit durch räumliche Trennung einzelner Nutzungen möglich. Zudem wird der nötige Baugrund so auch optimal ausgenutzt, sodass noch genügend Flächen für Außenanlagen wie Sportplatz, Kletterwand, etc. bleiben. All dies wird bei der Sanierung der Güterhalle nicht möglich sein. Im Gegenteil: die aktuellen Planungen sehen vor, dass rund 35 Stellplätze an der westlichen Seite der Halle verschwinden. „Diese Parkplätze sind doch schon jetzt kaum ausreichend für Schüler und Pendler. Für die neue Landkreisturnhalle werden nochmals etwa 70 Stellplätze benötigt. Woher kommen diese denn alle?“ wundert sich Isabelle Thaler. 

Mit Hinblick auf die „vielfältig nutzbare Restfläche der Halle“ verschärft sich dieses Problem auch noch zusehends: bei einer gewerblichen Nutzung wären in Summe etwa 30 Parkplätze für die späteren Pächter notwendig. Der von der Stadtverwaltung kalkulierte Preis von gut 12 Euro pro Quadratmeter dürfte so wohl noch utopischer werden.“Alles in allem zeigt sich doch immer deutlicher, dass das Jugendzentrum nur ein Alibi für das Politikum ‚Güterhalle‘ ist. Zu lange haben sich keine konkreten Pläne erarbeiten lassen und zu lange ist nichts passiert“ fasst Thaler die Situation zusammen. Ein Baubeginn für das Jugendzentrum wäre schon längst möglich gewesen, jedoch würden sich die Sanierungsbefürworter hier seit Jahren nicht einig und vertrösten so die Jugendlichen ein ums andere Mal.

Die Initiatoren des Bürgerbegehrens für einen Neubau des Jugendzentrums mit gleichzeitigem Abriss der Güterhalle stellen sich am kommenden Samstag erneut am Infostand am Maxplatz für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

Pressemitteilung Bürgerbegehren Neubau Jugendzentrum statt Sanierung Güterhalle

Zurück zur Übersicht: Traunstein

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser